Vom Foto zum handgemalten Familienporträt

Britta Renell aus Ustersbach hatte beim Weihnachtsgewinnspiel den Hauptgewinn abgeräumt. Jetzt war Übergabe.

Ramona-Nahirni-Vogg, Künstler Gerhard Paula und Britta Renell (von links) befreien das Kunstwerk mit vereinten Kräften aus der Papierverpackung.

Im März hatte sich Familie Renell mit Künstler Gerhard Paula zum Fotoshooting getroffen. Etwas Kopfzerbrechen bereitete dem Künstler das Baby der Renells. Denn es bedürfe schon etwas Geschick, so einen kleinen Erdenbürger für das Foto zum Lachen zu bringen. Doch letztlich gelang auch das. Danach ging es für Gerhard Paula ins Atelier. Per Video-Beamer wurde das Foto auf eine Leinwand projiziert und nach und nach nahmen die Gesichter Konturen an. Nach zehn Stunden sei es geschafft gewesen, erzählt Gerhard Paula.

„Man muss rechtzeitig aufhören können“

„Man muss rechtzeitig aufhören“. Es bringe nichts, immer mehr Details einzubauen. So könne man ab einem bestimmten Punkt ein Kunstwerk nur noch schlechter, aber nicht mehr besser machen. Dass Paula in diesem Fall den richtigen Zeitpunkt erwischt hatte, davon konnten sich alle Anwesenden überzeugen. Gespannt befreite Britta Renell das Kunstwerk aus der schützenden Papierverpackung. Hilfe bekam sie von Ramona Nahirni-Vogg, Marketingleiterin der StaZ. Mit jeder Papierbahn weniger war etwas mehr vom Gemälde zu erkennen. Als Erster kam Ehemann Robert Renell zum Vorschein. Ein kurzer Seitenblick: Die Ähnlichkeit war perfekt. Genauso war es dann auch, als Britta Renell ihrem eigenen Leinwand-Ich gegenüberstand. Alle Familienmitglieder, auch die beiden Kinder, waren genau getroffen. „Wir wussten nicht, was auf uns zukommen wird, als wir den Preis gewonnen hatten“, berichtet Britta Renell.

Das Gemälde bekommt einen Ehrenplatz

Doch es habe sich gelohnt. Sie freue sich schon, das Bild am dafür auserkorenen Platz im Haus aufzuhängen. Selbstverständlich bekäme es einen Ehrenplatz unter den anderen Familienbildern. „Es war schön, die Begeisterung der Familie zu sehen“, freute sich Ramona Nahirni-Vogg. Sie konnte sich mit eigenen Augen überzeugen, wie ihre Idee umgesetzt worden war. „Im Grunde wollten wir Künstlern helfen, die während der Corona-Zeit keinerlei Ausstellungen machen konnten“, erklärte Nahirni-Vogg. Daher habe man die Aktion „Wir machen Kunst sichtbar“ ins Leben gerufen. Auf der Onlineplattform können Künstler ihre Kunstwerke zeigen und auch verkaufen.

Während der Planung sei dann die Idee entstanden, das Ganze mit einem Gewinnspiel zu verbinden. „Dass wir mit Gerhard Paula einen so tollen Künstler finden konnten, war natürlich großartig“.

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