Region: Landsberg

Brandserie mit Millionenschaden: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen zwei junge Männer

Gegen zwei 24 und 26 Jahre alte Männer erhob die Staatsanwaltschaft Augsburg nun Anklage zum Landgericht wegen einer Reihe von Brandstiftungen im Raum Landsberg. Der Schaden lag hierbei im Rahmen von einer Million Euro.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat wegen vorsätzlicher Brandstiftungsdelikte im Fall einer Brandserie von Dezember 2019 im Raum Landsberg nun Anklage gegen zwei Männer erhoben.

Die Staatsanwaltschaft habe gegen zwei Freunde im Alter von mittlerweile 24 und 26 Jahren Anklage zum Landgericht Augsburg wegen gemeinschaftlicher Brandstiftung in neun Fällen, davon in vier Fällen zusammentreffend mit gemeinschaftlicher Sachbeschädigung, wegen versuchter gemeinschaftlicher Brandstiftung in einem Fall und wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung in zwei weiteren Fällen, erhoben, teilt die Behörde am Mittwoch mit.

Die Angeschuldigten, wie Beschuldigte vor der Eröffnung des Hauptverfahrens bezeichnet werden, die sich seit Mitte Januar in Untersuchungshaft befinden, sollen im Zeitraum von Mitte Dezember 2019 bis Mitte Januar 2020 im Großraum Landsberg am Lech Feldscheunen, Heuballen, Holzstapel und Mülltonnen/-container in Brand gesetzt haben. Der dabei verursachte Gesamtschaden beläuft sich laut Angaben der Staatsanwaltschaft auf rund eine Million Euro.

"Das Strafgesetzbuch sieht für Brandstiftung Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren vor. Bleibt die Tat im Versuchsstadium, kann das Gericht den Strafrahmen auf Freiheitsstrafe von drei Monaten bis sieben Jahre und sechs Monate mildern. Für Sachbeschädigung beträgt der gesetzliche Strafrahmen Freiheitsstrafe von einem Monat bis zu zwei Jahre oder Geldstrafe", heißt es in der Mitteilung. Die Termine zur Hauptverhandlung seien vom Landgericht für den Fall der Eröffnung des Verfahrens für Ende Januar 2021 vorgesehen. Gegen einen dritten Beschuldigten, dem eine Beteiligung an zumindest einem Teil der Taten zur Last lag, wurde das Verfahren bereits Ende Januar eingestellt, nachdem die Ermittlungen den Anfangsverdacht nicht bestätigt haben. (pm)

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X