Region: Dillingen|Wertingen

Fluchttreppe mit Aufzug für Carolina-Frieß-Grundschule

Probelauf auf der neuen Fluchttreppe Ost, mit dabei (von rechts, unterer Treppenlauf): Bürgermeisterin Katja Müller, Architektin Yvonne Wiesner-Rehm, Rektorin Irmgard Daub und Jennifer Rau vom Stadtbauamt Lauingen.

Der Bau des neuen Fluchttreppenhauses erfolgte im Zuge der Brandschutzertüchtigung.

Die Lauinger Carolina-Frieß-Grundschule hat in diesem Jahr auf der Ostseite des Gebäudes einen modernen Anbau erhalten: Einen Aufzugsschacht mit einer außenliegenden Fluchttreppe aus Stahl, die sich – vom Erdgeschoss bis in die dritte Etage – über vier Stockwerke in die Höhe schraubt. Der Bau des neuen Fluchttreppenhauses erfolgte im Rahmen der Brandschutzertüchtigung. „Parallel realisierten wir die Barrierefreiheit und integrierten einen Aufzug in das Bauvorhaben“, berichtet Lauingens Bürgermeisterin Katja Müller. Die Gesamtkosten für Fluchttreppe, Aufzug und weitere Brandschutzmaßnahmen in den Innenräumen belaufen sich auf rund 522 200 Euro. 50 Prozent der Kosten, und damit die maximale Förderung, übernehmen die Regierung von Schwaben und der Freistaat Bayern.

Neue Fluchttreppe Ost

Die Fluchttreppe ist von innen und außen zugänglich, dazu wurden an der 2009 energetisch sanierten Gebäudehülle fünf Wandöffnungen durch eine Spezialfirma vorgenommen. Von „herausfordernden Arbeiten“, spricht Architektin Yvonne Wiesner-Rehm vom beauftragten Lauinger Architekturbüro wir ingenieure. Sie lobt die gute und kollegiale Zusammenarbeit mit der Schulfamilie und mit dem Lauinger Stadtbauamt. Die bei teils laufendem Schulbetrieb durchzuführenden Arbeiten waren logistisch anspruchsvoll: So mussten Zugangswege und Rettungsmöglichkeiten während der Bauphase offengehalten, Schutz und Sicherheit der Kinder gewährleistet und schweres Baugerät mitten im Pausenhof bewegt werden. Da der tragfähige Baugrund in einer Tiefe von viereinhalb Metern lag, waren aufwendige Tiefbauarbeiten für die Fluchttreppe nötig. Jetzt bietet die Schule drei Fluchtwege im Brandfall und ein Maximum an Sicherheit: über das Haupttreppenhaus, über die Fluchttreppe West mit neuer Eingangszone und über die neue Fluchttreppe Ost inklusive Rampe und neuer Pflaster-Rahmung im Zugangsbereich.

Barrierefreier Aufzug

Der neue Aufzug neben der Fluchttreppe Ost schafft über fünf Etagen vom Keller bis ganz nach oben Barrierefreiheit, „und macht das Schulleben leichter“, so Rektorin Irmgard Daub. Rollstuhl, Gipsbein oder andere körperliche Handicaps von Schüler- und Lehrerschaft sind künftig kein Mobilitätsproblem mehr, ebenso wie der Transport schwerer Lasten. Die Rektorin ist sehr zufrieden mit der Koppellösung Fluchtturm und Aufzug: „Das sieht optisch gut aus, fügt sich ein in die bestehende Architektur, rundum eine sinnvolle Investition für mehr Sicherheit und Barrierefreiheit.“ Der Meinung ist auch Bürgermeisterin Katja Müller. Der Dank von beiden geht an die Eltern, an die Schülerschaft und an das Lehrerkollegium für die Geduld und das Durchhalten während der Bauphase. (pm)

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben
 


X