Region: Dillingen|Wertingen

Gemeinsam gegen Raser und Falschparker: Lauingen tritt Kommunalunternehmen bei

Die Stadt Lauingen ist dem gemeinsamen Kommunalunternehmen Verkehrsüberwachung Schwaben-Mitte beigetreten. Ab 1. Oktober kümmert sich die Stadt nicht mehr selbst beispielsweise um die Geschwindigkeitsüberwachung. (Symbolbild)

Für die Stadt Lauingen (Donau) gehörte die Kommunale Verkehrsüberwachung seit Ende 1995 zur regulären Verwaltungstätigkeit. Dieser Aufgabenbereich wird nun eingestellt, wie die Stadt in einer Pressemitteilung informiert. Der Stadtrat der Stadt Lauingen hat bereits im Januar den Beitritt der bisher örtlichen Verkehrsüberwachung zum gemeinsamen Kommunalunternehmen (gKU) Verkehrsüberwachung Schwaben-Mitte mit Sitz in Königsbrunn beschlossen und die Verfolgung und Ahndung von Ordnungswidrigkeiten, die im ruhenden Verkehr festgestellt werden sowie die Überwachung der zulässigen Geschwindigkeit betreffen, an das gKU übertragen. Mit der Übernahme der Tätigkeit wird ab dem 1. Oktober begonnen. Ab diesem Zeitpunkt werden die geahndeten Fälle nicht mehr von der Stadtverwaltung Lauingen, sondern vom gKU bearbeitet.

Das gKU – dem zwischenzeitlich mehr als 40 Kommunen angehören – ahndet Ordnungswidrigkeiten in gleicher Weise wie die Bayerische Landespolizei. Als behördliche Einrichtung arbeitet das Kommunalunternehmen ohne Gewinnerzielungsabsicht. Vielmehr sei der Zweck die Erhöhung der Verkehrssicherheit, wie die Stadt Lauingen mitteilt.

Aufgabenschwerpunkte sind Tempokontrollen und Parkraumüberwachung. "Nachdem eine unangepasste Geschwindigkeit in Deutschland eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle ist und der Verkehr innerhalb der vergangenen Jahre auf unseren Straßen weiterhin deutlich zugenommen hat, dient die Überwachung des fließenden Verkehrs vor allem vor Schulen, Kindertagesstätten, in Wohngebieten und in stark frequentieren Bereichen dazu, das Unfallrisiko für die Bürgerinnen und Bürger zu minimieren und die Wohnqualität von Anwohnern zu sichern", heißt es in der Pressemitteilung.

Das Ziel der Parkraumüberwachung sei in erster Linie, den vorhandenen Parkraum optimal zu nutzen. Angesichts der immer größeren Zahl an Fahrzeugen werde dieser Aspekt – auch hinsichtlich der Frage von Sicherheit und Rücksichtnahme – immer wichtiger. Dass haltende und parkende Fahrzeuge nicht die Durchfahrt blockieren, den Einblick in Kreuzungen verdecken, dass Rettungswege und Gehwege frei bleiben und Behindertenparkplätze nur von Berechtigten genutzt werden, werde nicht zuletzt auch von Bürgern eingefordert, so die Stadt in ihrer Mitteilung. (pm)

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