Region: Dillingen|Wertingen

Lauinger Kinderhaus St. Martin zu Besuch beim Imker

Unterhaltsame und lehrreiche Einblicke ins Bienenleben bekamen die kleinen Besucher von Imkerin Elisabeth Straubinger (hintere Reihe rechts) vermittelt.

Die Kinder erfuhren viel Interessantes aus der Welt der Bienen.

Wie leben Bienen eigentlich und was machen die so? Zwei von vielen spannenden Fragen, der die Gruppe Grün des Lauinger Kinderhauses St. Martin nachging. Gemeinsam mit Kinderhaus-Leiterin Marion Joekel und weiteren Erzieherinnen besuchten 21 Kinder deshalb Imker Alfred Mahler in der Landessiedlung. Der hatte, gemeinsam mit Ehefrau Marion und unterstützt von den beiden Imkerinnen Elisabeth Straubinger und Petra Jäger, eine ganze Themenwelt rund um die fleißigen Bienchen aufgebaut. Alle drei Imker sind Mitglieder des Bienenzuchtvereins Lauingen.

Kindgerecht aufbereitet, gab es unterhaltsame und lehrreiche Einblicke ins Bienenleben und in deren Jahreslauf. Gemeinsam mit Elisabeth Straubinger durften die kleinen Besucher Imkerwerkzeuge wie einen Stockmeisel zum Lösen der Waben oder eine Imkerpfeife in die Hand nehmen. „Uns Imkern ist eine kindgerechte und spielerische Wissensvermittlung rund um die Biene als Nutztier ein echtes Anliegen“, sagt Alfred Mahler. Denn ohne Bienen keine Bestäubung und ohne Bestäubung kein leckeres Obst. Und natürlich kein Honig oder Propolis. Zu erfahren gab es viele spannende Fakten aus erster Hand: Was ist eine Königin? Warum braucht ein Imker Rauch? Was ist ein Volk? Warum kann eine Drohne nicht stechen? Marion Joekel ist es wichtig, den Kindern „die Scheu vor Bienen zu nehmen und einen naturnahen Einblick zu geben, warum Bienen für die Umwelt und die Menschen so wichtig sind“.

Bienenstock zum Reinschauen

Höhepunkt war der Besuch des Bienenhauses. Bei Alfred Mahler leben 18 Bienenvölker mit jeweils rund 50 000 Bienen unter einem Dach. „Das ist wie eine große Wohngemeinschaft, die will gehegt und gepflegt werden“, so der Imker. Die Kinder durften direkt reinschauen in die Wohnung der Bienen und Hand mit anlegen bei der Entnahme der Wabenrähmchen. Dann ging es ans gemeinsame Basteln von Bienenwachskerzen bevor es zur Stärkung Hefezopf mit Honig gab. Als Dankeschön für die Gastgeber sangen und tanzten die Kinder zum Abschluss einen Bienenreigen.

Lauinger Lehrbienenstand

Der Bienenzuchtverein Lauingen bewirtschaftet einen Lehrbienenstand nahe der Donau. Rund 80 Mitglieder zählt der Verein, zwei Drittel von ihnen halten eigene Bienen. Neulinge sind zum Probeimkern willkommen, um einen Einblick in die Imkerei zu erhalten. Von März bis August gibt es wöchentlich praktische Schulungen am Lehrbienenstand. Imkerneulinge können sich Jungvölker als Grundstock für die eigene Imkerei heranziehen. Auch eine Patenschaft durch einen erfahrenen Imker ist möglich. Bernhard Wörner, Erster Vorstand des Bienenzuchtvereins Lauingen rät, diese Angebote anzunehmen. Sein Tipp: „Um den Tieren gerecht zu werden und um ein hochwertiges Lebensmittel zu produzieren, gehört eine fundierte Ausbildung dazu“. Mehr Infos gibt es online unter www.imkerlauingen.de. (pm)

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