Region: Günzburg|Krumbach

ESS Kempfle eröffnet Niederlassung in Zell

StaZ-Reporter Michael Sudahl aus Leipheim
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Leipheimer Solateur eröffnet neuen Standort im baden-württembergischen Zell und erweitert Lagerkapazitäten in Nersingen.
Leipheimer Solateur betreibt jetzt vier Standorte und erweitert Lagerkapazitäten.

Süddeutschlands führender Solateur, ESS Kempfle, hat im baden-württembergischen Zell (unter Aichelberg) einen weiteren Standort eröffnet. Das Unternehmen mietet eine 1500m² große Fläche, die als Büro (300m²), Schauräume und Lager fungieren. Mit dem Standort in Zell erweitert der Solateur seine Präsenz entlang der Autobahn A8. Bisher gibt es neben dem Stammsitz in Leipheim an der Donau je eine Niederlassung in Augsburg und Giengen an der Brenz. Zusätzlich hat ESS Kempfle zeitgleich seine Lagerkapazitäten erweitert und im bayerischen Nersingen eine Fläche von 1600m² gemietet. In Summe stehen dem Mittelständler über alle Standorte verteilt nun mehr als 15.000m² zu Verfügung.

Nähe zum Kunden

Hintergrund dieser Entwicklung ist zum einen das stetige Wachstum des Solateurs, der bis Jahresende 180 Mitarbeiter beschäftigen will und ein Umsatzziel von rund 35 Millionen Euro anstrebt (Vorjahr: 19 Mio. Euro). Zum anderen will Gründer und Firmenchef Wolfgang Kempfle mit den Standorterweiterungen mehr Nähe zum Kunden herstellen: „Was sich letztlich auch ökonomisch sowie ökologisch auswirkt, weil wir Fahrzeiten mehr als halbieren“. Der Aktionsradius um jeden Standort beträgt in etwa 35 Kilometer. Damit können die ESS Kempfle-Monteure mit ihren E-Autos abends nach Hause fahren und müssen nicht auswärtig übernachten. Dieser strategische Schachzug kommt gut bei Fachkräften wie Elektrikern und Solarmodul-Monteuren an und erhöht Kempfles Attraktivität als Arbeitgeber.

Ferner soll sich die Lieferfähigkeit des Unternehmens durch die neuen Standorte mit erweiterten Kapazitäten verbessern. Aktuell warten Kunden 35 Wochen auf PV-Anlagen, Wallboxen oder Stromspeicher, die sie bei Kempfle bestellen. Gleichwohl sei die Geschäftslage gut, das Frühjahr sei bereits gut gefüllt, so Kempfle. In diesen Kontext passen auch die beiden Kunden- bzw. Mitarbeiterveranstaltungen, die das Unternehmen Anfang des Monats initiiert hat. In Summe besuchten an den beiden Tagen rund 250 Menschen den Familienbetrieb, um die positive Geschäftsentwicklung zu feiern – und sich parallel über neuste Trends in der Photovoltaik zu informieren. Unter den Gästen fanden sich auch etliche kommunale Vertreter wie etwa Günzburgs Oberbürgermeister Gerhard Jauernig (SPD) und Leipheimer Stadträte.

Ohne Mehrwertsteuer

Inhaltlich ging es um das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dank ihm lohne es sich wieder in PV-Volleinspeise-Anlagen zu investieren, so Kempfle. Denn die Europäische Union (EU) habe die erhöhte Einspeisevergütung genehmigt. Gleichzeitig verzeichnet Kempfle eine höhere Nachfrage nach Notstromkonzepten. „Die Angst vor einem Blackout ist da“, so der Solateur mit Blick auf die rasant gestiegenen Energiepreise, sowie den Krieg in der Ukraine und dem Leck in der Gaspipeline Nord Stream 1. Als Trend für 2023 beobachtet Kempfle außerdem, dass sich in punkto Elektromobilität Autos als Stromspeicher etablieren. Für das kommende Jahr informiert der Solateur zudem über Mieterstromkonzepte, da deren Vermarktung einfacher würden. Etwa, weil 2023 geplant sei, Investitionen in private PV-Anlagen von der Mehrwertsteuer zu befreien. Außerdem soll die Bagatellgrenze für eine Einkommensteuerbefreiung angehoben werden. „Das betrifft Anlagen bis zu einer Größe von 30 kWp“, verdeutlicht der Unternehmer.

www.ess-kempfle.de

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