Region: Aichach|Friedberg

Fische aus Friedberger Ach und Verlorenem Bach: Endgültige Befunde liegen vor

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) rät in seiner aktuellen Untersuchung vom Verzehr der Fische aus Friedberger Ach und Verlorenem Bach im Landkreis Aichach-Friedberg ab. Symbolbild.

Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) rät in seiner aktuellen Untersuchung vom Verzehr vorsorglich ab.

Fische aus dem Verlorenen Bach und der Friedberger Ach im Landkreis Aichach-Friedberg sollten derzeit nicht, jedenfalls nicht regelmäßig, verzehrt werden. Das gab das Landratsamt Aichach-Friedberg in einer Pressemitteilung bekannt. Zwar sei dadurch keine akute Gesundheitsgefahr gegeben, doch rät das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) in seiner aktuellen Untersuchung vom Verzehr vorsorglich ab. Der Grund: erhöhte Werte von perfluorierten Chemikalien (PFC).

Nun liegen die endgültigen Befunde des LGL zu den Aiteln und Bachforellen vor, die das Landratsamt Anfang Juli 2020 in Zusammenarbeit mit der Fischereifachberatung Schwaben aus dem Verlorenen Bach und der Friedberger Ach entnommenen hatte. "Wie erwartet und durch die vorläufige Verzehrwarnung vom September 2020 bereits kommuniziert, wurde in den untersuchten Proben die perfluorierte Alkylsubstanz Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) nachgewiesen", heißt es in der Pressemitteilung. Schon durch sehr niedrige Verzehrmengen von derartigen Fischen werde die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit („European Food Safety Authority“, kurz EFSA) als unbedenklich angesehene Aufnahmemenge überschritten.

Die Untersuchungsergebnisse beziehen sich zwar auf Aiteln und Bachforellen, bei anderen Fischarten aus den betroffenen Gewässern müsse aber von einer ähnlichen Belastung ausgegangen werden.

Die Fische werden laut Mitteilung des Landratsamts von Anglern zum Eigenverzehr gefangen, sind und waren auch in der Vergangenheit nicht für den Verkauf bestimmt. Die Fischereirechtsinhaber und Fischereiausübungsberechtigten seien bereits vor einem Jahr, im Januar 2020, über die Belastung informiert worden. Auch die aktuellen Untersuchungsergebnisse seien diesen bereits mitgeteilt worden.

Das LGL rät in seinen Sachverständigenäußerungen von einem regelmäßigen Verzehr belasteter Fische ab. Zudem dürfen Fische mit solchen PFOS-Gehalten nicht als Lebensmittel in Verkehr gebracht werden. (pm)

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