Kostenlose Schnelltests für Schulen und Kindertageseinrichtungen in Neu-Ulm

Landrat Thorsten Freudenberger (rechts) mit Mitgliedern der Feuerwehr bevor die Tests an die Kommunen ausgefahren wurden.

Ab Montag haben Schulen und Kindertagesstätten in Neu-Ulm wieder geöffnet. Um das Infektionsrisiko zu senken, stellt der Landkreis nun kostenlose Schnelltests zur Verfügung.

Der Präsenzunterricht wird im Landkreis Neu-Ulm ab Montag, 15. März, wieder ausgeweitet. In diesem Zusammenhang hat der Landkreis Schnelltests für Schulen und Kindertageseinrichtungen verteilt. Mehr als 43.000 Schnelltests hat die Feuerwehr an die einzelnen Kommunen geliefert: Von dort werden sie an die verschiedenen Einrichtungen verteilt. Die Tests sind für Schüler ab 15 Jahren sowie Erwachsene gedacht. Spezielle Schnelltests für Kinder unter 15 Jahren seien laut dem Landratsamt Neu-Ulm in Planung.

Das Technische Hilfswerk war für den Transport der Schnelltests aus München in den Landkreis zuständig. Im Landratsamt wurden die Tests anschließend für die weitere Verteilung kommissioniert und verpackt. Die Aktion solle nun regelmäßig – voraussichtlich alle vier Wochen – stattfinden, um wöchentliche Tests in den Schulen und Kindertageseinrichtungen vornehmen zu können.

Die Tests seien kostenlos und freiwillig. „Ziel aller ist es, größtmöglichen Gesundheitsschutz zu gewährleisten und die Infektionsgefahr in der Schule zu minimieren“, sagt Ansgar Batzner, Schulamtsdirektor beim Staatlichen Schulamt Neu-Ulm. Zudem sollen auch Schüler unter 15 Jahren spätestens nach den Osterferien die Möglichkeit bekommen, an den Selbsttests teilzunehmen.

„Nachdem ab Montag wieder Präsenzunterricht an allen Schulen stattfinden kann, ist dies ein wichtiges Angebot direkt vor Ort“, sagt Landrat Thorsten Freudenberger. Er halte die Schnelltests für einen wichtigen Baustein, um Ausbrüche frühzeitig zu verhindern und den Einrichtungen mehr Sicherheit zu geben. Sein Dank gelte allen Beteiligten und den Schulen, die ihre Flexibilität in der aktuellen Situation unter Beweis stellen mussten.

Für die Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Neu-Ulm gelten ab Montag, 15. März, neue Regelungen. Voraussetzung war ein Inzidenzwert unter 50 für den gesamten Landkreis. So findet nun in den Grundschulklassen Präsenzunterricht ohne Mindestabstand statt. An allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen findet Präsenzunterricht statt, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann. Ansonsten finde Wechselunterricht statt. Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierten Spielgruppen für Kinder dürfen laut dem Landratsamt ebenfalls öffnen.

Nach der aktuell gültigen Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gibt das Landratsamt Neu-Ulm jeden Freitag bekannt, welche Regelungen für die Schulen und Kindertageseinrichtungen ab dem jeweils kommenden Montag gelten. Grundlage ist dabei der tagesaktuelle Wert der Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut. Die Regelungen gelten für die gesamte kommende Woche, auch wenn die Sieben-Tage-Inzidenz den Grenzwert von 50 Fällen je 100.000 Einwohner im Laufe der nächsten Woche überschreiten sollte. Damit solle den Einrichtungen eine bessere Planungssicherheit gegeben werden.

Aktuell sind aufgrund bestätigter Fälle vier Gruppen in Quarantäne, die sich auf drei Kindertageseinrichtungen in Illertissen, Neu-Ulm und Weißenhorn verteilen. Zwei Schulklassen in Neu-Ulm befinden sich ebenfalls in Quarantäne. (pm)

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