Region: Augsburg Stadt

Regionalentscheid: "Jugend forscht" zum Schutz der Umwelt

Die Schülerinnen des Maria-Ward Gymnasiums präsentieren ihre Chlorella-Algen.

Der Regionalwettbewerb der Stiftung Jugend forscht im MAN-Museum in Augsburg bot am Donnerstag vielen Kindern und Jugendlichen aus unterschiedlichen Schulen in Augsburg und Umgebung die Möglichkeit, ihre Talente zu beweisen und ihre Ideen zu präsentierten.

Chlorella-Algen zum Schutz der Ozeane

Da die Versauerung der Meere durch Kohlenstoffdioxid immer weiter zunimmt, haben Schülerinnen des Maria-Ward Gymnasiums in Augsburg eine mögliche Lösungsstrategie entwickelt: Chlorella-Algen können mithilfe der Photosynthese, wobei CO2, Wasser und Licht in Sauerstoff und Glucose umgewandelt werden, zur Säuberung der Ozeane beitragen. Nach einigen Forschungen kamen die Schülerinnen zu der Erkenntnis, dass die Algen mithilfe von Wärme und viel CO2 am besten wachsen können, berichten sie. Doch die Algen könnten nicht nur helfen, der Ozeanversauerung entgegenzuwirken - sie seien außerdem essbar und enthielten viele Mineralstoffe und Vitamine, darunter das Vitamin B12, dass hauptsächlich in Fleisch vorkommt. Schon ein bis drei Gramm der Chlorella-Alge decken die Tagesdosis an Vitamin B12 ab, somit eignen sich die vielseitigen Pflanzen auch als Nahrungsergänzung für Vegetarier und Veganer. Auch für den Verzehr haben sich die Schülerinnen etwas einfallen lassen und leckere Chlorella-Kekse gebacken.

Plastikbecheralternative aus Agar und Pflaumensaft

Um den Plastikmüll zu reduzieren haben Schüler der achten Jahrgangsstufe des Descartes Gymnasiums in Neuburg an der Donau eine Alternative zu Einwegplastikbechern entwickelt. Dazu verwenden sie die aus Rotalgen gewonnene Gelatine Agar, die pflanzlich und biologisch abbaubar ist. Zur Verfestigung mischen die Schüler die Gelatine mit Wasser und Pflaumensaft. Mithilfe eines 3D-Druckers hatten sie eine Gussform für die Becher hergestellt. Nach dem Aushärten entstehen überraschend stabile Einwegbecher, deren Verwendung zum Schutz der Umwelt beiträgt.

Zitronenbatterie ohne Zitrone

Natürliche Batterien können sich aus Zitronen herstellen lassen. Doch um herkömmliche Batterien durch diese Zitronenbatterien ersetzen zu können, bräuchte man Unmengen an Zitronen. Schüler des Albertus Gymnasiums in Lauingen haben sich etwas einfallen lassen: Anstelle von ganzen Zitronen verwenden sie Zitronensäure. Mit drei Elementen, die jeweils aus einem mit Zitronensäure beträufelten Papierplättchen, einer Kupfer- und einer Zinkmünze bestehen, können sie circa 3 Volt erzeugen, womit sie ein Lämpchen zum Leuchten bringen. "Statt Zitronensäure kann man auch Aluminiumchlorid verwenden", erklärt ein Schüler. Die Aluminiumchlorid-Version erzeuge circa 3,5 Volt und könne einen kleinen Propeller zum Laufen bringen.

Den ersten Platz des Regionalwettbewerbs "Jugend forscht" in der Kategorie Technik  belegte die 16-jährige Friedbergerin Leonie Prillwitz zum zweiten Mal in Folge mit ihrem Waschmaschinenfilter, der Mikroplastik entgegenwirken soll. Den Wettbewerb "Schüler experimentieren", bei dem Schüler bis 14 Jahre teilnehmen können, gewann ihre drei Jahre jüngere Schwester Zoe in der Kategorie "Geo- und Raumwissenschaften", indem sie einen Filter fürs Waschbecken entwickelte.

In der Kategorie Arbeitswelt waren Florian Fritsch und Dominik Kuschel vom MAN-Ausbildungszentrum in Augsburg erfolgreich, in der Biologie gewann Kai Zwiorek vom Bertha-von-Suttner-Gymnasium in Neu-Ulm. Eine zweite Auszeichnung in Biologie erhielt die jüngere Schülerin Louisa Zajitschek vom Albrecht-Ernst-Gymnasium in Oettingen, Landkreis Donau-Ries im Wettbewerb Schüler experimentieren. Im Bereich Chemie gewannen Max Krieger und Felix Matzura vom Gymnasium Donauwörth, ebenfalls in der jüngeren Altersklasse, den ersten Platz in der Kategorie Mathematik und Informatik belegte Aaron Erhardt von der Hochschule Augsburg. Der Gewinner in der Kategorie Physik, Lukas Altun, geht auf das Jakob-Fugger-Gymnasium Augsburg. Alle Regionalsieger können nun auch beim Landeswettbewerb antreten.

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