So feiert Mering sein 1000-jähriges Bestehen

Beim Lichterfest ist viel geboten. Vorbeischauen lohnt sich!

Die Pfarrkirche St. Michael mit seinem barocken Saalbau ist eine der Sehenswürdigkeiten Merings.

Der Markt Mering holt heuer die Feierlichkeiten anlässlich seines 1000-jährigen Jubiläums nach, da diese aufgrund der Pandemie vergangenes Jahr nicht stattfinden konnten.
Die Festlichkeiten finden von Donnerstag, 29. September, bis Sonntag, 2. Oktober, statt und werden als „Meringer Lichterwelt“ am Badanger eröffnet, insgesamt wird vom 13. Mai bis 14. November gefeiert. 

Programm

Anlässlich dazu hat sich die bayrische Staatsbrauerei Weihenstephan mit dem Markt zusammengetan, um ein gemeinsames Festbier zu kreieren. An den Festtagen selbst wird einiges geboten: Meringer Vereine und Unternehmen stellen selbstgemachte Lichtskulpturen über einen gekennzeichneten Rundweg aus, es gibt viele verschiedene Stände mit geschmackvollen Spezialitäten – regional sowie international – mehrere Bühnen mit Musik von klassischer und Blasmusik bis Rock und Pop, eine Feuershow, das Neue Theater Mering, Airbrush-Leuchtkunst, den 25. Meringer Marktlauf sowie das Jubiläumsfeuerwerk am Samstag, 1. Oktober. Nach den Festtagen geht es am Montag, 3. Oktober, mit einem Benefizkonzert der Süddeutschen Blasphilharmonie weiter, es wartet ein Festabend mit Gastrednerin Ilse Aigner am Samstag, 15. Oktober, sowie die Sonderausstellung „1000 Jahre in 10 Objekten“ im Heimatmuseum.

Fotowettbewerb

Anlässlich des Jubiläums gibt es einen Fotowettbewerb. Thema sind Motive von den Festtagen. Die Abgabe für die Fotos ist spätestens am Montag, 31. Oktober.

Der erste Platz ist eine Städtetour für ein Wochenende, der zweite und dritte Platz gewinnt jeweils ein Abendessen beim Schlosserwirt beziehungsweise Andechser.

Pro Teilnehmerkönnen fünf Aufnahmen eingereicht werden. Die Bilder brauchen eine Mindestauflösung von 300 dpi. Einreichen kann man sie online auf www.1000jahremering.de/fotowettbewerb. Teilnahmeberechtigt sind alle Meringer.
Je ein Bild pro Teilnehmer wird auf der Website 1000jahremering.de unter Nennung des Namens des Fotografen veröffentlicht. Von den drei Siegern werden je drei Bilder veröffentlicht.
Juroren sind die Mitglieder des Arbeitskreises 1000 Jahre Mering. Die Teilnehmer überlassen der Marktgemeinde Mering die uneingeschränkten Nutzungsrechte für ihre Bilder.

Repair-Café und Kleidertauschbörse 

Die Unabhängige Wählergemeinschaft Mering e.V. bietet am Sonntag, den 16. Oktober von 14 bis 18 Uhr in der Meringer Mehrzweckhalle, Luitpoldstr. 8, wieder die Möglichkeit zum „Reparieren statt Wegwerfen“ und „Tauschen statt Kaufen“.
Repair-Café
Handwerklich geschickte oder technisch versierte Mitglieder der UWG und freiwillig Helfende unterstützen bei der Reparatur von elektrischen und elektronischen Geräten wie Kaffeevollautomaten, Fahrrädern, Nähmaschinen, aber auch bei kleinen Näharbeiten. Anmelden kann man sich online unter uwg-mering.de/repaircafe oder telefonisch unter 0157 / 326 1718 6.
Für die Kleidertauschbörse ist keine Anmeldung nötig. Es wird darum gebeten, ausschließlich saubere, gut erhaltene Kleidung zu tauschen (begrenzt auf fünf Teile). Achtung: Es werden keine Kindersachen angenommen! Kaffee und Kuchen werden gegen eine kleine Spende angeboten. 
Nähere Informationen gibt es unter uwg-mering.de/kleidertauschboerse.
Außerdem werden am 16. Oktober die bisher auf der Homepage (uwg-mering.de/lieblingsort) gesammelten Lieblingsorte in Mering präsentiert.

Wie kam es dazu, dass wir Merings Millennium zelebrieren dürfen?

Schon seit etwa 3500 v. Chr. war Mering besiedelt, lange bevor es im Jahr 1021 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Es war eine Landschenkung des Schlosses „Möring“ zu Gunsten des Klosters Weihenstephan, aber die eigentliche Gründung geht schon auf die frühbayrische Zeit ab 480 n. Chr. zurück.
Ein paar Jahre nach seiner erstmaligen urkundlichen Erwähnung entwickelte es sich zum Zentralort der einflussreichen schwäbischen Welfen, bis es im Jahr 1268 als Hausgut in den Besitz von bayrischen Herzögen kam. 
Eine vollkommene Vernichtung erlitt es im Spanischen Erbfolgekrieg im Jahr 1704, als es von den Engländern und Holländern komplett niedergebrannt wurde. Nach dem Wiederaufbau 200 Jahre später erhob es sich von der Landgemeinde zum Markt mit städtischer Verfassung, nach dem zweiten Weltkrieg folgt die Gründung der Siedlung St. Afra. In den 70er Jahren wird schließlich Baierberg in den Markt Mering eingegliedert. 

Buchtipp: Jubiläumschronik 1000 Jahre Mering

Das Buch spannt den Bogen von der Urkunde des Kaiser Heinrich II. , auf der Mering erstmals erwähnt wird. Die spätere Marktgemeinde Mering war damals der Ort, auf dessen Flur die Schenkung der Donauinsel Sachsengang bei Wien an das spätere Kloster Weihenstephan vom Kaiser, dessen damaliger Besuch am Gunzenlee belegt ist, unterzeichnet wurde – daher auch der Bezug zur Brauerei Weihenstephan. 
Politische Entscheidungsträger und historische Entwicklungslinien sind darin genauso verzeichnet wie die Geschichte vieler Einrichtungen, der Infrastruktur, der Kirchen sowie wichtiger Persönlichkeiten bis hin zum bunten Vereinsgeschehen. Natürlich gibt es auch Kapitel über die Vor- und Frühgeschichte, über eine eigene Bürgerwehr, aus deren Anfängen heraus sich später eine Parteigruppierung entwickelte, die wichtigsten Denkmäler, die wichtigsten Wirtschaftszweige des Orts, die Partnerschaften und Erkenntnisse, woher der hier gesprochene Dialekt kommt und auch, was so mancher Ortsname bedeutet. 
Herausgeber sind unter anderem die Marktgemeinde Mering und Stefan Breit. (sr/pr)

 

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