Region: Augsburger Land

Ausgrabungen in Meitingen: Jahrelange Wartezeit für Häuslebauer soll bald ein Ende haben

Profilbild vonFreier Mitarbeiter Peter Heider aus Meitingen
Nach der Erschließung des 1,8 Hektar großen Geländes an der Donauwörther Straße können Grundstücksbesitzer in Kürze mit dem Bau der Häuser beginnen.

Seit Herbst 2016 haben Archäologen an der Donauwörther Straße, der ehemaligen Via Claudia, Grabungen durchgeführt. 

Unter der Straße vermuteten sie eine der wichtigsten Fernstraßen aus der Römerzeit. So wurden zu Beginn der Grabungen zwischenzeitlich zahlreiche Spuren der Vergangenheit, darunter auch altertümliche archäologische Funde wie Pfosten- und Siedlungsgruben sowie Grubenhäuser entdeckt, wodurch sich die Bebauung der 1,8 Hektar großen Fläche nahe der SGL Carbon immer weiter hinauszögerte. Alle angebotenen Bauplätze waren bereits fest verkauft oder Häuslebauern zugesprochen. Nun ist ein Ende der Grabungen in Sicht, wie Bürgermeister Michael Higl ankündigt.

Noch im August sollen die archäologischen Arbeiten dem Bürgermeister zufolge zu Ende gehen, so dass mit den Bauarbeiten im September oder Oktober begonnen werden kann. Auf dem Gelände sollen 13 Einfamilienhäuser, drei Wohnanlagen und eine Einrichtung für Wohngruppen des Dominikus-Ringeisen-Werkes entstehen.

Noch nie habe ihn ein Neubaugebiet so intensiv beschäftigt, sagte Higl. Die Bauherren hätten lange Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, bis es nun losgehen kann. In den kommenden Monaten sollen letzte kleinere Details geklärt werden, zu denen auch der Bau eines Zauns gehören wird, der entlang der Bahnlinie Augsburg – Donauwörth gezogen werden soll. Die Straßennamen hat die Marktgemeinde auch bereits festgelegt. Eine Straße soll nach dem Meitinger Altbürgermeister und Ehrenbürger Leonhard Rieger, also Bürgermeister-Rieger-Straße, benannt werden, die zweite Straße wird den Namen „Weberstraße“ tragen. (hdr)

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