Region: Augsburger Land

Erfolgreiche Stammzell-Transplantation: Matthias Mark ist wieder zu Hause bei seiner Familie

Erstes Selfie im eigenen Zuhause: Rund einen Monat nach der Stammzell-Transplantation konnte der Meitinger Matthias Mark wieder nach Hause zu seiner Frau Tanja und seinem Sohn Sebastian.

Gut einen Monat nach seiner Stammzellspende konnte der an Leukämie erkrankte Matthias Mark nun das Augsburger Universitätsklinikum verlassen und ist wieder zu Hause bei seiner Familie in Meitingen.

„Jetzt sind Sie über den Berg“, sagten die behandelnden Ärzte der Uniklinik an Tag 20 nach der Stammzell-Transplantation zu Matthias Mark. Die Ärzte hatten den Weg bis zur Heilung für Mark als Alpenwanderung beschrieben - mit anstrengenden Phasen des Aufstiegs und Erholungsphasen bei Abstieg und Wanderung im Tal. Auch Steine auf dem Weg, welche Rückschläge symbolisieren, hatten sie nicht ausgeschlossen. Familie Mark sieht das auch so. „Der letzte hohe Gipfel war schneller als geahnt erklommen und wir können zuversichtlich weitermarschieren. Aber auch beim Abstieg lauern Gefahren und wir müssen natürlich noch sehr, sehr vorsichtig sein.“

Matthias Mark freut sich mit seiner Frau Tanja und seinem Sohn Sebastian, dass die Stammzellspende gut funktioniert hat und sein Körper die Stammzellen seines genetischen Zwillings so gut angenommen hat. „Ich bedanke mich sehr herzlich bei meinem Stammzellspender für mein neues Leben“, sagt Mark. Er hat zwischenzeitlich erfahren, dass der Spender aus Deutschland kommt, und würde sich freuen, wenn er ihn nach zwei Jahren kennenlernen dürfte. Ein anonymer Kontakt ist schon vorher über die Knochenmarkspenderdatei möglich.

Ein besonderer Tag sei für den 48-Jährigen gewesen, als zwei Wochen nach der Transplantation die neuen Stammzellen so richtig zu arbeiten anfingen und die Blutwerte stiegen. Nach nicht mal einem Monat Krankenhausaufenthalt konnte Mark jetzt nach Hause entlassen werden. „Wir müssen natürlich mit dem Essen und allem anderen sehr aufpassen, da für die nächsten drei Monate das Immunsystem unterdrückt wird, damit die Stammzellen nicht abgestoßen werden“, erklärt der Meitinger Marktgemeinderat. Erst danach könne sich das Immunsystem wieder aufbauen.

Marks Frau Tanja hatte ab dem 1. März in den sozialen Netzwerken und über die Presse für ihren Mann zur Hilfe aufgerufen. Seitdem haben sich mehr als 550 weitere hilfsbereite Mitbürger aus der Region neu bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei aufnehmen lassen, viele weitere aus dem Raum Berlin und Brandenburg. Auch weiterhin sind viele Menschen auf eine Stammzellspende angewiesen. Wer sich registrieren möchte, kann sich ein Typisierungs-Set nach Hause bestellen unter www.dkms.de/aktiv-werden/online-aktionen/augsburg. (pm)

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