Region: Augsburger Land

Kampf gegen Blutkrebs: Der Meitinger Matthias Mark braucht einen Stammzellspender

Der 48-jährige Matthias Mark aus Meitingen ist an Blutkrebs erkrankt. Seine Familie will nun mit einer Online-Spendenaktion einen Stammzellspender für ihn finden.

Der Meitinger Marktgemeinderat und SPD-Vorsitzende Matthias Mark hat Leukämie. Seit Kurzem steht nun fest, dass er eine Stammzellspende braucht. Weil groß angelegte Spendenaktionen vor Ort aufgrund der Pandemie aktuell nicht möglich sind, hat seine Familie eine Online-Spendenaktion ins Leben gerufen.

Als Rechtsanwalt, Marktgemeinderat, Vorsitzender der SPD Meitingen und Elternbeirat an der Realschule Meitingen setzt sich Matthias Mark für die Belange anderer ein. Doch nun ist der 48-Jährige selbst auf Hilfe angewiesen. Denn er hat Anfang Februar die Diagnose Blutkrebs erhalten. Mittlerweile steht auch fest, dass der Familienvater zum Überleben eine Stammzellspende benötigt. Seine Frau Tanja und sein Sohn Sebastian geben ihm viel Kraft und Rückhalt. Für sie wolle er stark sein und den Krebs besiegen. Tanja Mark hat nun eine große Online-Aktion organisiert, bei der sich deutschlandweit Spender für Matthias und andere Erkrankte registrieren lassen können. Das gibt der Familie neuen Mut. „Aufgeben ist keine Option für mich. Es kann nur einen einzigen Weg geben und der heißt mit Hoffnung vorangehen", blickt Matthias Mark mit Zuversicht in die Zukunft.

Corona hat die Situation zusätzlich verschärft. Am meisten vermisse Matthias momentan seine Frau und seinen Sohn. Mit Telefonaten und Videos halten sie Kontakt und versuchen, auch diese schwere Zeit zu überstehen. Matthias kämpft weiter, denn er hat einen großen Wunsch: „Mein Ziel ist es an meinem 50. Geburtstag mit Familie und Freunden zu feiern und auf meine zweite Chance auf Leben anstoßen zu können.“

Doch alleine kann er den Kampf nicht gewinnen. Nur eine Stammzelltransplantation kann Matthias Leben retten. „Wir sind froh und erleichtert, dass wir über diesen Weg auch in dieser besonderen Situation zur Registrierung aufrufen können“, erklärt Tanja Mark. Denn Blutkrebs mache keine Corona-Pause. Auch in diesen Tagen sind unzählige Patienten weltweit auf eine lebensrettende Stammzellspende angewiesen.

Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt ist, kann Matthias Mark und anderen Patienten helfen und sich über www.dkms.de/matthias die Registrierungsunterlagen nach Hause bestellen. Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen und einer genauen Anleitung sowie einer Einverständniserklärung kann jeder nach Erhalt des Sets selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen und anschließend per Post zurücksenden, damit die Gewebemerkmale im Labor bestimmt werden können. Besonders wichtig ist dabei, dass die Wattestäbchen nach dem erfolgten Wangenschleimhautabstrich zeitnah zurückgesendet werden. Erst wenn die Gewebemerkmale im Labor bestimmt wurden, stehen Spender für den weltweiten Suchlauf zur Verfügung.

Wer sich nicht als potenzieller Stammzellspender registrieren kann oder will, kann auch Geld spenden. Denn der DKMS entstehen für die Neuaufnahme einer Person Kosten in Höhe von 35 Euro. Geldspenden sind möglich an folgendes Konto: DKMS-Spendenkonto, IBAN: DE46 7004 0060 8987 0002 30, Verwendungszweck: LPS 705.

Die Schirmherrschaft für die Spendenaktion hat Michael Higl, Erster Bürgermeister des Markts Meitingen, übernommen. „Gerade in der Not merkt man, wie wertvoll und notwendig der Zusammenhalt und gegenseitige Hilfe für unsere Gemeinschaft ist", sagt Higl. "Ich bitte Sie um Ihren Beitrag für schwer erkrankte Menschen wie Matthias Mark.“ (pm)

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