Region: Augsburger Land

Meitingen reiht sich in die UNESCO - Welterbenliste ein

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Freier Mitarbeiter Peter Heider aus Meitingen
Freuten sich über den großen Besucher- und Gäste-zuspruch beim Meitinger Neujahrsempfang im örtlichen Cinplex Kino (von links): 2. Bürgermeister Werner Grimm, Bürgermeister Michael Higl, Katrin Holly, MdL Georg Winter, Annemarie Probst und LEW Vorstand Norbert Schürmann

Marktgemeinde lädt zum traditionellen Neujahrsempfang ins Cineplex Kino ein. Über 500 Gäste besuchen die Veranstaltung
Meitingen. „Was haben Sydney, Peking Athen und Augsburg gemeinsam“, diese Frage stell-te der Vorstand der Lechwerke Norbert Schürman beim diesjährigen Neujahrsempfang der Marktgemeinde, der heuer unter dem Motto „Eine spannende Zeitreise in unsere Energiege-schichte“ im örtlichen Cineplex Kino stattfand, zu Beginn seiner Grußworte in den Raum. Es sind alles Städte, so Schürmann, die in der UNESCO – Welterbenliste auftauchen. Augsburg darf sich hier nun auch einreihen, denn die Fuggerstadt ist mit historischem Wassermanage-ment seit Juli 2019 UNESCO -Welterbe und somit gehören auch die Wasserwerke hier am regionalen Lechkanal in eine Reihe mit der Oper in Sydney, der verbotenen Stadt in Peking oder der Akropolis in Athen genannt werden, worauf man hier in Meitingen richtig stolz sein kann“, gratulierte Norbert Schürmann. Ein UNESCO-Titel rückt Kraftwerke noch stärker in den Blickpunkt der Bevölkerung, strahlt auf die Region aus und somit kann Meitingen stolz sein, ein solches Denkmal zu haben“ betonte der LEW Vorstand. „Wasserkraft wird immer im Fokus der Energieversorgung stehen. Meitingen kann stolz sein zu den UNESCO – Welter-ben zu gehören“, sagte Schürmann am Ende seiner umfangreichen Ausführungen. Anschlie-ßend führte die Historikerin Kathrin Holly den Besuchern und Gästen einen historischen Film unter dem Motto 100 Jahre Lechkanal – eine spannende Zeitreise in unsere Energiege-schichte aus den Anfängen der Wasserkraftnutzung am Lechkanal die vor genau 100 Jahren ihre Anfänge hatte, vor. „Der Bau des Lechkanals und der Kraftwerke war der Startschuss für die wirtschaftliche Entwicklung der Region, der aber auch mit negative Seiten verbunden war“, erläuterte der Meitinger Rathauschef. So musste ein Rückgang des Fischbestandes, die Absenkung des Grundwasserspiegels, ausgetrocknete Felder, Bisamrattenplagen- und Mäuseplagen in Kauf genommen werden, Arbeitsplätze wurden verloren, jedoch auch neue geschaffen.
„Wer sich einbringt in einer Gemeinde, der erfüllt diese mit Leben“, waren die Worte von Bür-germeister Michael Higl in Bezug auf die am 15. März bevorstehenden Kommunalwahlen. Higl dankte allen, vor allem den zahlreichen in der Gemeinschaft ehrenamtlich tätigen Mit-bürgerinnen und Mitbürgern und zollte dabei auch allen Kandidaten, die sich um einen Platz im Marktgemeinderat bewerben Dank für ihr Engagement zum Wohle der Bevölkerung. An-schließend spannte Higl einen Bogen zwischen dem Fortschritt und seinen Folgen und ließ auch vergangene, erfolgreich abgeschlossene Herausforderungen Revue passieren ließ. In der endenden Wahlperiode habe man im Marktgemeinderat immerhin etwa 300 Millionen Eu-ro bewegt wovon 71 Millionen Euro in Investitionen flossen. In den kommenden Jahren stehen neue Herausforderungen, darunter der Bau eines neuen Kindergartens im Kernort Meitingen, die Erweiterung der Grundschule, die Schaffung von weiterem Wohnraum , Um-weltprojekte, Mobilitäts- und Inklusionsthemen aber auch die Sanierung des Wasser- und Kanalnetz auf der Agenda. Im Anschluss an den offiziellen Neujahrsempfang fanden noch gute Gespräche zwischen den Gästen, darunter auch der Landtagsabgeordnete Georg Win-ter und Meitingens zweiter Bürgermeister Werner Grimm statt, wobei die Gemeinde mit ei-nem reichhaltigen Buffet dafür sorgte, dass auch der kleine Hunger gestillt werden konnte.

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