Region: Augsburger Land

Vom Müll befreit sind Strom und Bäche

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Freier Mitarbeiter Peter Heider aus Meitingen
Unmengen von Abfall, Müll und Unrat, darunter sogar ein Fahhrard, wurden von elf Jungfischern und sechs Betreuern des Meitinger Fischerverein, darunter auch Ju-gendleiter Jörg Gebhard (siebter von links) und Jugendbetreuer Matthias Leblang (dritter von rechts) am westlichen Uferstreifen des Lechs und an zehn Gewässern aufgelesen.

Hundehalter werfen gefüllte Hundekotbeutel einfach weg. Die Naturverwüstung wird von Jahr zu Jahr schlimmer.

Ihre alljährliche Fluss- und Gewässerreinigungsaktion führten auch in diesem Jahr die Jungfischer des Meitinger Fischervereins am westlichen Lechufer um Meitingen und an zehn vereinseigenen Fischweihern in der näheren Umgebung durch. „Natur- und Klimaschutz liegt uns sehr am Herzen und somit führen wir auch trotz schlechten Wetter-bedindungen die Aktion auch in diesem Jahr wieder mit großem Eifer durch“, erklärt der mit Regenschutz und Handschuhen ausgestattete Jugendleiter Jörg Gebhard. Der Nachwuchs der Meitinger Fischerjugend begab sich trotz Nieselregens an den Lech und zu den Gewässern um im Auwald von der Waltershofner Brücke bis zur Ostendorfer Flurgrenze weggeworfenen Unrat zu beseitigen. Auch die vereinseigenen Weiher wurden dabei mit einbezogen.

Mit fünf Betreuern und Jugendleitern zogen die Jugendlichen mit Handschuhen und Gummistiefeln ausgerüstet am Lech entlang und staunten, was Umweltsünder alles wegwerfen. Mehrere Säcke mit Plastikmüll, Autoreifen, Dosen, Kleidung, ein Fahrrad sowie Flaschen und Dosen wurden aufgelesen. „Es ist unfassbar, was sich da alles im Freien ansammelt“, schüttelte Jugendleiter Jörg Gebhard fassungslos den Kopf.

Erbost zeigte sich der zweite Jugendbetreuer Matthias Leblang besonders über Hundehalter, die bei Spaziergängen mit ihren Vierbeinern in den Lechauen unterwegs sind. „Die meisten Hundebesitzer entfernen zwar den Kot ihrer Tiere in einer Tüte, entsorgen diese jedoch nach dem Geschäft der Hunde sinnlos kurz darauf in der Natur“, monierte der Jugendbetreuer. Da könnte, so Gebhard, der Hund seine Notdurft gleich im Freien verrichten.

Auch leere Flaschen werden jedes Jahr in großen Mengen gefunden. „Obwohl es für die meisten Glas- und Plastikflaschen Pfand gibt, werden die Flachen sinnlos in der Natur entsorgt, scheinbar ein Wohlstandsübel“. Den angefallenen Müll samt den aufgelesenen Hundekotbeutel brachten die Jungfischer zur Fischerhütte am Lechspitz, sortierten den Unrat fachgerecht und lieferten ihn auf dem Meitinger Wertstoffhof ab. Die Jugend liefere wertvolle Arbeit zum Schutz der Umwelt und der Natur, worüber die Vorstandschaft sehr froh sei.

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