Region: Augsburger Land

Spitzengespräch im Landtag: Dr. Mehring hat Lebensretter aus der Region ins Maximilianeum eingelade

StaZ-Reporter Team Fabi aus Meitingen
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Das Bild zeigt beim Spitzengespräch im Landtag (v.l.n.re.): Prof. Dr. Peter Bauer (Beauftragter der Staatsregierung für Patienten und Pflege), Landtagsabgeordnete Susann Enders (gesundheitspolitische Sprecherin), Landtagsabgeordneter Wolfgang Hauber (innenpolitischer Sprecher), FW-Fraktionschef Florian Streibl, Matteo Heiß, Florian Scherer, Sebastian Poppe (alle BRK), Initiator Dr. Fabian Mehring und Landtagsabgeordneter Robert Riedl (kommunalpolitischer Sprecher).

Hilferuf eines Notfallsanitäter-Azubi aus der Region erreicht die Landespolitik

 

Es war der Hilferuf von Matteo Heiß, der gerade seine Ausbildung als Notfallsanitäter beim Roten Kreuz im Landkreis Augsburg absolviert, der den Landtagsabgeordneten Dr. Fabian Mehring auf den Plan rief. Der 23-jährige Auszubildende hatte sich an den Abgeordneten gewandt und von allerlei Herausforderungen im Rettungsdienst berichtet. Mehring nahm den Ball auf und traf sich vor einigen Wochen kurzerhand mit Heiß und der Spitze des Roten Kreuzes der Region zum persönlichen Austausch.

 

Dort wurde Mehring neben Heiß von BRK-Geschäftsführer Thomas Haugg, dem Stellv. Rettungsdienstleiter Sebastian Poppe und Praxisanleiter Florian Scherer empfangen. Gemeinsam erläuterten die Lebensretter der Region dem Parlamentarischen Geschäftsführer der FW-Regierungsfraktion die Herausforderungen ihrer täglichen Arbeit und zeigten auf, welche politischen Veränderungen aus ihrer Sicht notwendig sind, um die Situation des Rettungswesens in Bayern zu verbessern. Überzeugt von dem, was ihm in seiner Heimat vorgetragen wurde, lud Mehring die Vertreter des regionalen BRK kurzerhand in den Bayerischen Landtag ein und arrangierte für sie ein Spitzengespräch mit den zuständigen Entscheidern.

 

An diesem Austausch im Maximilianeum nahmen auf Mehrings Einladung neben dem Pflegebeauftragten der Staatsregierung, Prof. Dr. Peter Bauer, auch FW-Fraktionschef Florian Streibl sowie die Gesundheitspolitikerin Susann Enders und die Innenpolitiker Wolfgang Hauber und Robert Riedl teil. Im Zentrum stand das Anliegen, die gesetzlichen Regelungen zu den Rechten und Pflichten von Notfallsanitätern zu präzisieren, gewisse ärztliche Befugnisse eindeutiger zu delegieren und dadurch Rechtssicherheit zu schaffen. Im Zuge dessen riefen die BRK-Vertreter dazu auf, ihren Einsatz rechtlich nicht länger als Transportdienstleitung zu bewerten. Heiß: „Wir Notfallsanitäter sind das höchstausgebildete medizinische Personal jenseits der Ärzteschaft. Ähnlich wie in Baden-Württemberg wäre es sinnvoll, manche Aufgaben, die Notfallärzten vorbehalten sind, auf uns zu delegieren um Ressourcen für den ärztlichen Bereitschaftsdienst freizumachen.“

 

Kritik übten die BRK-Vertreter aus dem Landkreis zudem am retrospektiven Ansatz des TRUST-Gutachtens, das seinen Fokus zu sehr auf die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit des Nothilfe-Sektors lege. Außerdem sprachen sich Heiß, Poppe und Scherer für eine bedarfsgerechte Ausbildung mit höheren Schülerzahlen aus. „Nicht alle, die eine Ausbildung zum Sanitäter absolvieren, fahren danach im Rettungsdienst. Viele brechen die Ausbildung ab, andere absolvieren sie, um anschließend Medizin zu studieren. Die derzeitigen Ausbildungszahlen reichen deshalb nicht, um ausreichend viel Personal für den Rettungsdienst zu generieren“, berichtet Heiß. Auch die avisierte Trennung der Notfallnummern sahen die BRK-Vertreter in diesem Kontext kritisch.

 

Dankbar zeigten sich die Vertreter des Roten Kreuz für die Gelegenheit, ihre Forderungen gegenüber der Landespolitik vortragen zu können und ein offenes Ohr gefunden zu haben. Mehring lobte im Zuge dessen das besondere Engagement von Matteo Heiß: „Wer schon als Auszubildender das große Ganze sieht und sich für den gesamten Berufsstand stark macht ist spitze und verdient gehört zu werden“, so der Landtagsabgeordnete. Gemeinsam mit seinen Kollegen sagte Mehring zu, die Inhalte des Spitzengesprächs in konkreten parlamentarischen Initiativen aufzunehmen: „Unsere Lebensretter sind jeden Tag und jede Nacht für uns im Einsatz – und jeder von uns kann sie jederzeit brauchen. Umso mehr gilt es, auf Seiten der Politik die bestmöglichen Rahmenbedingungen für ihre überlebenswichtige Arbeit zu schaffen und notwendige Reformen auf den Weg zu bringen. Der Blick von denen, die täglich im Einsatz sind, muss dabei unsere Richtschnur sein“, findet Mehring.

 

 

 

 

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