Region: Augsburger Land

Freie Wähler mit Sicherheit zurück ins Klassenzimmer

LeserReporter Team Fabi aus Meitingen

Regionaler Schulgipfel aus Landes- und Kommunalpolitikern diskutiert Maßnahmenpaket

Jetzt vorauszudenken sei die ideale Voraussetzung für das, was erkennbar kommen wird nach den Pfingstferien. Gemeinsames Ziel müsse sein, dass in den letzten sechs Wochen des aktuellen Schuljahres nochmals möglichst viel Präsenzunterricht für möglichst alle Schüler ermöglicht werden kann, fordert Melanie Schappin als Vorsitzende der Freien Wähler Kreistagsfraktion.

Nach den aktuellen Vorgaben des Kultusministeriums gilt ab Montag, 7. Juni bei einer Sieben-Tage-Inzidenz:
 

von 0 bis 165: Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand für alle Jahrgangsstufen (neu!)
über 165: Wechsel- bzw. Präsenzunterricht für Abschlussklassen einschließlich der Jahrgangsstufe 11 an Gymnasien und Fachoberschulen; übrige Jahrgangsstufen: Distanzunterricht.

Für das Ziel möglichst viel Präsenzunterricht für möglichst alle Schülerinnen und Schüler im Landkreis zu ermöglichen hat Schappin zu einem großen Schulgipfel auf regionaler Ebene eingeladen. Gemeinsam mit dem Landespolitiker und parlamentarischen Geschäftsführer der Freien Wähler Landtagsfraktion Dr. Fabian Mehring, dem Gersthofen Bürgermeister Michael Wörle stellvertretend in seiner Trägerschaft für Grund- und Mittelschulen, der Kreisrätin und Kreisvorsitzende Claudia Schuster stellvertretend in Trägerschaft für Real-, Förderschulen und Gymnasien, sowie der Gersthofer Stadtrat, Simon Drüssler als Vertreter der Lehrerschaft wurden Strategien für die kommenden Wochen erarbeitet.

„Wir wollen nicht wieder reinrauschen und nach Pfingsten aufwachen: Hoppala was ist denn jetzt; sondern wir wollen jetzt regional die Hausaufgaben machen, so dass in unseren Kommunen und im Landkreis Augsburg nach den Ferien für möglichst viele Schülerinnen und Schüler Präsenzunterricht stattfinden kann, indem wir alles tun was möglich ist“, so Wörle. Er selbst haben seinen Grundschulen bereits zusätzliche Raumangebote unterbreitet.

Schappin kritisiert, dass der Antrag betreffend die Umrüstung der AVV-Busflotte mit UV-C-Filtern vom November letzten Jahres vom Landrat bislang in keinem beschließenden Ausschuss oder Kreistag behandelt wurde, obwohl die Thematik hoch brisant sei. Insbesondere weil der Mindestabstand zu den Stoßzeiten in keinem öffentlichen Verkehrsmittel eingehalten werden könne und für Kinder bis einschließlich 14 Jahren bis auf Weiteres auch keine zugelassenen FFP2-Masken zur Verfügung stünden.

Bspw. im ÖPNV in den Schülerverkehren, aber auch mit den Raumlüftern in Schulen, mit der Abwicklung der Tests in den Schulen, oder mit der Durchimpfung der Lehrer müssen, laut Mehring regional alle Register gezogen werden.

Auch sollten Schulturnhallen und soweit räumlich möglich auch öffentliche Liegenschaften oder Gaststätten genutzt werden, um Unterricht unter Wahrung des geforderten Mindestabstands von 1,5 m in Klassenstärke anbieten zu können. Wo der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann, ist Präsenzunterricht in der ganzen Klasse möglich. Wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann, gibt es in aller Regel Wechselunterricht, d. h. die Klasse wird geteilt und es findet abwechselnd Präsenz- und Distanzunterricht statt.

In vielen unserer landkreiseigenen Schulen wird daher laut Schuster wegen Platzmangels kein vollständiger Präsenzunterricht, sondern nur Wechselunterricht stattfinden können.

Wenn an einer Schule Wechselunterricht in geteilten Klassen stattfindet, können Lehrkräfte Gruppen, die zu Hause sind, nicht zeitgleich mitbetreuen, d.h. den Schülerinnen und Schülern fehlt die wichtige schulische Unterstützung, so Drüssler.

Dies gelte zu vermeiden, insbesondere weil gerade die junge Generation einen geregelten und pädagogisch begleiteten Tagesrhythmus benötigt. Die monatelangen Einschränkungen des schulischen und sozialen Lebens sind gerade für Kinder und Jugendliche ohne erzieherische Begleitung und Unterstützung schwer zu meistern. 

Das im Gipfel beschlossene Gesamtpaket wird durch einen weiteren Antrag der Freien Wähler Kreistagsfraktion abgerundet. Schappin resümiert, gemeinsam konnten wir heute im Wege unseres Schulgipfels ein Gesamtpaket für unseren Landkreis Augsburg auf den Weg bringen mit dem Ziel in der Zeit zwischen Pfingsten und Sommerferien so viel Präsenzunterricht wie machbar für alle zu ermöglichen. Wir hoffen nun, dass unsere Ziele im Interesse der Schülerinnen und Schüler, sowie deren Eltern über die Parteigrenzen hinweg Unterstützung finden werden.

Landespolitiker Mehring lobte in Gersthofen das „gewaltige Engagement“ der Lehrerschaft und der kommunalen Familie. Der Parlamentarische Geschäftsführer sieht Licht am Ende des Tunnels und ist überzeugt, dass nach den Sommerferien endlich wieder Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler stattfinden kann. „Wir FREIEN WÄHLER konnten innerhalb unserer Bayernkoalition mühsam und gegen Widerstände durchsetzen, dass bereits nach den Pfingstferien eine schulartübergreifende Rückkehr in die Klassenzimmer unter bestimmten Bedingungen möglich wird. Umso wichtiger erscheint jetzt eine gemeinsame Kraftanstrengung von Kommunen, Landkreisen und Freistaat, um die notwendigen Bedingungen hierfür zu schaffen und möglichst alle Schüler noch im alten Schuljahr zurück in die Schulen zu bringen. Nach einer äußerst herausfordernden Zeit, stehen wir diesbezüglich gegenüber Bayerns Kinder und Familien in der Pflicht“, findet Mehring.

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