Region: Augsburger Land

Lohwaldrodung: Gesprächsrunde abgesagt

Freier Mitarbeiter Peter Heider aus Meitingen
Der Befürworter- und Aktivistenkreis für die Erhaltung des Lohwaldes machte zuletzt mit größeren Protestaktionen gegen die geplante Rodung des Bannwaldes mobil.

Was wird aus dem Lohwald? Die geplante Rodung einer großen Fläche des Bannwaldes am südlichen Rande des Meitinger Ortsteils Herbertshofen für eine Erweiterung der Lech-Stahlwerke erhitzt auch weiterhin die Gemüter. Deshalb hätte es zu einer Gesprächsrunde zwischen Befürwortern der Erweiterung der Stahlwerkanlage und der Initiativen zum Schutz der Waldfläche kommen sollen. Doch diese kam nun doch nicht zustande. Aus der Gemeindeverwaltung ist zu hören, dass das „Bannwald-Bündnis Unterer Lech“ die Runde abgesagt habe, da man mit dem Vollgremium des Marktgemeinderats hätte sprechen wollen. Bürgermeister Michael Higl hatte stattdessen eine kleinere Runde vorgeschlagen – aus Pandemiegründen, wie es heißt.

Bürgermeister Higl selbst ist der Überzeugung, dass die Rodungen "der naturschutz- und forstwirtschaftlich weniger wertvollen Bestände" mit den geplanten Aufforstungs- und Waldumbaumaßnahmen "weit überkompensiert" werde. Der bisherige Wirtschaftswald werde zudem durch die Auflagen "in einen viel höheren Schutzstatus überführt" und könne seine Wirkung erstmals auch in Richtung Biberbach entfalten. (hdr)

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