Region: Augsburger Land

Pflegegipfel: Dr. Mehring will Ausbildung in die Region holen

LeserReporter Team Fabi aus Meitingen

Kommunen und private Träger könnten bald mit Uniklinik kooperieren

Es war im Herbst des letzten Jahres, als Dr. Fabian Mehring, der parlamentarische Geschäftsführer der FREIE WÄHLER Regierungsfraktion im Landtag, zahlreiche Bürgermeister aus der Region zu einem Pflegegipfel ins Dinkelscherbener Hospitalstift lud. Anlass war der immer drastischere Fachkräftemangel in den Pflegeeinrichtungen der Region. „Auch wenn Corona derzeit alles überstrahlt, bleiben die Herausforderungen des demographischen Wandels ein Masterthema unserer Zeit“, sagte Mehring damals.

Gemeinsam mit Josef Guggemoos, dem Vorsitzenden des 1300 Mitglieder starken Fördervereins für das Hospitalstift, forciert der Landespolitiker seither eine Idee: „Wir wollen die Ausbildung in der Pflege dezentralisieren. Fachkräfte, die ihren Beruf in unserer Heimat gelernt haben, bleiben anschließend auch in unseren Einrichtungen vor Ort“, so Mehrings Überzeugung.

Nun wird die Initiative des FW-Spitzenpolitikers aus der Region, der zwischenzeitlich die Spitze des Augsburger Universitätsklinikum für seine Vision gewinnen konnte, konkret. So lud Mehring kürzlich zu einem hochkarätig besetzten zweiten Pflegegipfel ein, der aufgrund der aktuellen Coronaregeln als Videokonferenz abgehalten wurde. Neben den Rathauschefs von Zusmarshausen, Dinkelscherben und Kutzenhausen, nahmen daran auch Mehrings Landtagskollege Johann Häusler, Uniklinik-Pflegevorständin Susanne Arnold, Pflegedirektor Florian Croseck und Jochen Geisenberger teil, der die Akademie für Gesundheitsberufe an der Universitätsklinik leitet.

Wie Mehring berichtet, zeigte die Klinikleitung im Zuge dessen konkrete Perspektiven für eine Verquickung der professionellen Pflegeausbildung am Uniklinikum mit den zahlreichen Einrichtungen in der Region auf. „Auf diese Weise könnten unsere kommunalen und privaten Senioren- und Pflegeheime schnell zu Kooperationspartnern der Universitätsklinik werden. Das wäre ein weiterer Meilenstein, um das Potenzial der Uniklinik auch für ihr ländliches Umfeld nutzbar zu machen“, ist sich Mehring sicher.

Mit diesem Rückenwind, so Mehring weiter, wird Zusmarshausens Bürgermeister Bernhard Uhl nun die Bereitschaft zur Mitwirkung im Kreise seiner Bürgermeisterkollegen sondieren. Noch vor der politischen Sommerpause will Mehring die Runde dann erneut zusammenrufen und hierzu auch Prof. Dr. Bauer, den Pflegebeauftragten der Bayerischen Staatsregierung, einladen. „Neben dringend notwendigen Verbesserungen bei der Bezahlung und den Arbeitsbedingungen unserer Pflegekräfte, ist der grassierende Fachkräftemangel das Hauptproblem. Wir wollen deshalb keine Zeit verlieren und konkrete Verbesserungen in unserer Heimat forcieren“, so Mehring abschließend.

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