Region: Augsburger Land

Rettet die Bienen: Freie Wähler schlagen ökologisches Mähkonzept vor

LeserReporter Team Fabi aus Meitingen

Das Bild zeigt die Kreisvorsitzende Claudia Schuster, Fraktionschefin Melanie Schappin mit Tochter und  MdL Dr. Fabian Mehring vor bunten Bienen-Nisthilfen.

FW-Kreisräte rücken Artenvielfalt und Biodiversität in den Mittelpunkt  

Die Tiefbauverwaltung des Landkreises Augsburg unterhält ca. 272 Kilometer Kreisstraßen sowie ca. 132 Kilometer Rad- und Gehwege. Wege, an deren Rändern meistens Gras, Wildblumen, Kräuter und andere Pflanzen wachsen. Gemeinsam mit anderen kommunalen Grünflächen bilden sie für Bienen, Hummeln und viele weitere Insekten Nahrungsgrundlage und Rückzugsorte, so FW-Kreistagsfraktionschefin Melanie Schappin.

Blumenreiche Straßen- und Wegränder werden aufgrund intensiver Mahd selten, sodass Margerite, Wiesen-Storchenschnabel & Co. sich auch auf kommunalen Flächen rar zu machen drohen. Hierbei gehen auch immer mehr Trachten für heimische Insekten verloren. Anton Rittel sieht hier nicht nur die Landwirtschaft in der Pflicht und regt an, den Kriterien Biodiversität und Insektenfreundlichkeit auch bei der Mahd von Straßenbegleitgrün größere Aufmerksamkeit zu schenken. Dem starken Rückgang der Artenvielfalt aufgrund des allgemeinen Insektenschwundes sollte von allen Seiten gleichermaßen entgegengewirkt werden.

Nach Dr. Fabian Mehring will das vom Landtag angenommene Volksbegehren „Rettet die Bienen“ den Artenschutz unter dem Motto "Annehmen – Verbessern – Versöhnen" zu einem gesamtgesellschaftlichen Projekt transformieren. „Erfolgreicher Artenschutz darf nicht auf wenigen Schultern lasten. Statt einseitig auf die Landwirtschaft zu schielen, müssen alle relevanten Akteure in die Pflicht genommen werden und auch Kommunen ihren Beitrag leisten“, findet der Parlamentarische Geschäftsführer der FW-Regierungsfraktion im Bayerischen Landtag.

Für den Landkreis Augsburg wünscht sich die Freie Wähler Kreistagsfraktion unter Vorsitz von Melanie Schappin ein Mähkonzept, welches einerseits einen ganzheitlichen Ansatz zur naturverträglichen Pflege kommunaler Mähflächen bietet und andererseits eine Umsetzung im Rahmen der vorhandenen Arbeitsstruktur des Baubetriebshofes ermöglicht.

„Zielsetzung sollte sein, die Verkehrssicherungspflicht unseres Landkreises in Einklang mit den Erfordernissen einer extensiven Mahd zugunsten von Blütenreichtum und Insektenfreundlichkeit zu bringen“, findet Fraktionsvize Claudia Schuster und denkt auch an EU-Förderprogramme, wie z.B. LEADER, deren Möglichkeiten die Kreisverwaltung nach dem Willen der FW nun prüfen soll. „Zudem sollte die Nutzung der eventuell anfallenden Biomasse, z.B. in Biogas-Anlagen in Erwägung gezogen werden“, so Schappin abschließend.  

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