Region: Augsburger Land

Über 4500 Unterschriften gegen die Erweiterungspläne der Lech-Stahlwerke in Meitingen

Freier Mitarbeiter Peter Heider aus Meitingen
Mit einer eventuellen Rodung des Lohwaldes nahe des Meitinger Ortsteil Herbertshofen (Bild), befasst sich der Meitinger Marktgemeinderat in einer Sondersitzung.

Bannwald-Bündnis wehrt sich gegen die Rodungspläne des geschützten Bannwaldes und will das Vorhaben durchkreuzen.

Mittlerweile haben mehr als 4500 Menschen, davon 1222 Meitinger, die Bannwald-Erklärung in Form einer Online-Petition unterzeichnet, die sich gegen die Erweiterungspläne der Lech-Stahlwerke im Ortsteil Herbertshofen richtet und auch die dadurch bedingte Rodung des geschützten Lohwaldes ablehnt. Damit wenden sich die Unterzeichner gegen die Pläne, dass circa 17 Hektar des geschützten Bannwaldes gerodet werden, um weiteres Industriegebiet für das Stahl-Unternehmen zu schaffen. Diese Fläche entspricht in etwa 40 Prozent des als geschützt erklärten vorhandenen Waldgebietes.

Der Widerstand gegen eine Rodung ist nicht neu. Bereits im Februar dieses Jahres fand eine Demonstration mit mehr als 500 Teilnehmern gegen diese Maßnahme statt. Zwei Marktgemeinderäte der Grünen sowie auch Rathauschef Michael Higl versicherten in einer längeren Stellungnahme, dass der Marktgemeinderat alle anfallenden und aufgetretenen Argumente in einer öffentlichen Sitzung behandeln werde und dabei die Bedenken des Bannwald-Bündnis mit einbezogen und Berücksichtigung finden würden. Higl wies auch darauf hin, dass die Lech-Stahlwerke zu Wiederaufforstungen des Waldes und sowie zur Einhaltung der Artenschutzmaßnahmen verpflichtet sind. „Eine erste Rodung von fünf Hektar“, so Higl, „sei frühestens drei Jahre nach Beginn der Aufforstung möglich“.

Markus Eckstein, Vorsitzender der Bürgerinitiative Lech-Schmuttertal, meint etwas enttäuscht, dass bisher sich erst drei Kommunalpolitiker zu dieser Thematik geäußert hätten und auch die eine Bitte des Bannwald-Bündnisses für einen Gesprächstermin mit dem gesamten Marktgemeinderat unbeantwortet blieb. Eckstein meinte, dass jedes gewählte Marktgemeinderatsmitglied beim Beschluss über das Schicksal des Bannwaldes mit abstimmt und man davon ausgehe, dass auch alle Gemeinderäte an einem offenen Gespräch interessiert wären. Am Samstag, 17. Juli, findet ab 8.30 Uhr in der Meitinger Ballspielhalle eine öffentliche Gemeinderatssitzung zum Bebauungsplan, „Sondergebiet am nördlichen Lohwald – südlich des Bebauungsplan H3/72 und westlich der Kreisstraße A29“ statt.

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