Region: Augsburger Land

Zwei Kastanien bleiben: Neue Pläne für Meitinger Bahnhofsvorplatz

Profilbild vonFreier Mitarbeiter Peter Heider aus Meitingen
Der Bahnhofsplatz in Meitingen bekommt ein neues Gesicht. Zwei alte Kastanienbäume werden bei der Neugestaltung mit einbezogen.

Neugestaltung des Meitinger Bahnhofsvorplatz ist in trockenen Tüchern. Neun Vorschläge standen einer Jury zur Verfügung.

Ein Platz mit einem großen grünen Aufenthaltsbereich, zwei alte Kastanienbäume, die viel Schatten an heißen Tagen spenden, sowie der neue Fußgängertunnel mit direkten Zugang zu den Gleisen werden dem neuen Bahnhofsvorplatz nach seiner Fertigstellung ein Gesicht geben. Für die Neugestaltung des Platzes hatte der Marktgemeinderat einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, in dem neun Vorschläge zur Auswahl standen. Der Siegerentwurf stammt von Silans / Grenz + Kaiser Landschaftsarchitekten aus Ulm.

Zum Bauprojekt

Auf der Ostseite des Platzes ist von den Architekten der Bau von zweigeschossigen Häusern, die mit einem bunten Dachgeschoss ausgestattet werden sollen, geplant. Gegenüber, im Süden des Bahnhofsvorplatzes Richtung Ortsmitte, könnte ein Restaurant oder ein Hotel angesiedelt werden. Eine freie Fläche in Richtung Osten vom Ausgang der neuen Gleisüberquerung soll nicht nur kurze Wege in den Ort schaffen, sondern könnte auch für öffentliche Gastronomie im Freien genutzt werden. Drei begrünte „Inseln“ sollen die Aufenthaltsmöglichkeit und Wartezeiten erleichtern, wobei die beiden bereits groß gewachsenen Kastanienbäume nach der Neugestaltung des Vorplatzes für Schatten sorgen sollen. Auch eine Abstellmöglichkeit für Zweiräder in Form einer Mobilitätsstation ist vorgesehen. Diese soll zwischen dem Bahnhofsgebäude und dem Tunnelausgang installiert werden. Besonders begrüßt wird laut Jury der perfekt angelegte Pfarrgarten, der das historische Pfarrhaus hervorhebt und dabei in Szene setzt.

Kompakter als bisher geplant wird der Zugang zum neuen Fußgängertunnel unter den Bahngleisen gestaltet. Ziel ist dabei, dass man die Bahnsteige barrierefrei erreichen kann. Somit ist die Unterführung nicht nur über eine Treppe sondern auch über ein Rampenbauwerk erreichbar. Um den vorhandenen Höhenunterschied zum Bahnhofsvorplatz auszugleichen, wird eine weitere, knapp 40 Meter lange Rampe eingerichtet. Deren Beginn wird nun in Richtung Süden verschoben, sodass das oberste Rampenende die Platzhöhe auf Höhe der Treppe erreicht. Bisher sah die Planung eine Kreuzung vor und die Rampe hätte einige Meter weiter in Richtung Bahnhofsgebäude geführt. Diese technische Rampenvariante, die den neuen Tunnel auf beiden Seiten barrierefrei an das Umfeld anbindet, wurde bereits von Robert Heinhaus dem Gemeinderat in einer früheren Sitzung präsentiert. Nach Aussage des Ingenieurbüros haben sich durch die Vorschläge der Jury bessere Lösungen ergeben, das Rampenbauwerk werde kompakter und die Treppe, die trotzdem weiterhin flach bleibe, breiter. Auch eine Kinderwagenspur könnte eingerichtet werden.

Lobende Worte

Die Sprecher der Fraktionen waren voll des Lobes für die vorgestellte Planung und bekundeten, dass sie die Großzügigkeit und Klarheit der Planung überzeuge. Der nächste Schritt ist, dass die Planungen der Genehmigungsbehörde vorgelegt werden.

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