Region: Allgäu

A 96: Unfall mit Schwerverletztem bei Memmingen

Nun ermittelt die Polizei gegen den schwer verletzten 65-Jährigen wegen fahrlässiger Körperverletzung im Straßenverkehr.

Bei Memmingen ist es auf der A 96 am Mittwochvormittag zu einem schweren Unfall gekommen, bei dem zwei Fahrzeuge kollidierten und sich dann überschlugen. Ein Fahrer wurde dabei schwer verletzt und musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Die beiden anderen Personen, ein Mann und sein fünfjähriger Sohn, sind laut Angaben der Polizei nur leicht verletzt worden.

Zwischen der Anschlussstelle Aitrach und dem Autobahnkreuz Memmingen fuhr ein 65-Jähriger in Fahrtrichtung München aus, wie die Polizei berichtet, noch unbekannten Gründen auf dem rechten Fahrstreifen einem vor ihm befindlichen Kleintransporter auf, in dem sich ein 38-Jähriger mit seinem fünfjährigen Kind befand. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Kleintransporter zunächst gegen die Mittelschutzplanke und von dort gegen das Heck eines vor ihm fahrenden Lastwagens geschleudert. Im Anschluss überschlug er sich und blieb schließlich im Grünstreifen rechts neben der Fahrbahn auf dem Dach liegen. Auch der Wagen des 65-Jährigen wurde durch die Kollision so sehr aufgeschaukelt, dass er sich überschlug und nach rechts von der Fahrbahn abkam, die angrenzenden Büsche und den Wildschutzzaun durchbrach und schlussendlich wieder auf allen vier Rädern auf der Wiese stehen blieb.

Vater und Sohn glücklicherweise nur leicht verletzt

Der 65-Jährige wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste mit einem Rettungshubschrauber nach Ravensburg geflogen werden. "Vater und Sohn wurden glücklicherweise nur leicht verletzt und konnten nach kurzer ambulanter Behandlung das Krankenhaus bereits wieder verlassen", heißt es im Bericht der Polizei. Der Fahrer des Lasters sei mit dem Schrecken davongekommen. Während sich der Schaden am Laster im überschaubaren Rahmen blieb, musste man den Wagen des 65-Jährigen sowie den Kleintransporter jeweils mit einem Totalschaden abschleppen.

Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung

Insgesamt wird der Schaden auf etwa 35.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr aus Aitrach kümmerte sich während des Einsatzes um die Absicherung der Unfallstelle und um die Sperrung des rechten Fahrstreifens. Nach knapp zwei Stunden konnte die Fahrbahn für den Verkehr wieder freigegeben werden. "Gegen den 65-jährigen Unfallverursacher wird nun strafrechtlich wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt", heißt es im Bericht der Beamten. (pm)

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