Region: Allgäu

Falscher Schwiegersohn erbeutet fünfstellige Summe

Eine Seniorin wurde am Donnerstag Opfer einer Betrugsmasche. Sie übergab dabei einen mittleren fünfstelligen Betrag an einen bislang unbekannten Täter, der sich als ihr Schwiegersohn ausgab.

Bislang unbekannte Gauner haben durch einen vorgetäuschten Unfall eine Seniorin um ihre Ersparnisse betrogen. Einer der Täter gab sich als ihr Schwiegersohn aus und bat die Frau um Geld, da er in einen Unfall verwickelt gewesen sein soll. Die Polizei warnt nun vor dieser und ähnlichen Betrugsmaschen.

Der "täuschend echt wirkende" vermeintliche Schwiegersohn meldete sich laut Polizei am Donnerstagnachmittag, gegen 14.30 Uhr, telefonisch bei der Seniorin und bat sie um finanzielle Unterstützung. Der falsche Schwiegersohn gab an, in einen Unfall verwickelt worden zu sein und nun dringend Geld zu benötigen. Die Geschädigte übergab daraufhin einem bislang unbekannten Abholer einen mittleren fünfstelligen Betrag. Die Kriminalpolizei hat nun die Ermittlungen in dem Fall übernommen.

2021 schon 150.000 Euro Schaden durch Enkeltrick

Mit der Masche des „Enkeltricks“ hätten Betrüger der Polizei zufolge im Jahr 2020 eine Summe von mehr als 100.000 Euro erbeutet. Die Polizei registrierte im gesamten Zuständigkeitsgebiet des Polizeipräsidiums Schwaben-Süd/West 110 Anrufe, von denen vier mit einer Geldübergabe endeten. Alleine 2021 wurden im Bereich Memmingen und Unterallgäu schon 16 Anrufe gemeldet. Das Phänomen sei auf dem Vormarsch, was man auch an den Schadenssummen ablesen könne. Insgesamt entstand laut Polizei 2021 bereits ein Vermögensschaden von mehr als 150.000 Euro, mit dem aktuellen Fall entfielen dabei mehr als 100.000 Euro alleine auf den Landkreis Unterallgäu und die Stadt Memmingen.

Die Polizei rät zur Vorsicht bei Geldforderungen

"Seien Sie misstrauisch, wenn sich Anrufer am Telefon nicht selber mit Namen melden. Raten Sie nicht, wer anruft, sondern fordern Sie Anrufer grundsätzlich dazu auf, ihren Namen selbst zu nennen", heißt es in der Mitteilung der Polizei. Außerdem raten die Beamten dazu, Dinge beim Anrufer zu erfragen, die nur der richtige Verwandte oder Bekannte wissen kann. Darüber hinaus solle man keine Details zu den familiären und finanziellen Verhältnissen preisgeben. Werden Geld oder Wertsachen gefordert, sollte man dies immer mit Familienangehörigen oder anderen nahestehende Personen besprechen. Darüber hinaus sollten Geld oder Wertsachen wie Schmuck niemals an unbekannte Personen übergeben werden. (pm)

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