Region: Allgäu

Erster Transport von Covid-19-Intensivpatienten aus Bayern in Memmingen gestartet

Mit einer Militärmaschine wurden am Freitag die ersten Covid-19-Patienten von Bayern nach Nordrhein-Westfalen verlegt.

Nachdem die Zahl der freien Intensivbetten in den Bayerischen Krankenhäusern weiter schwindet wurden nun erstmals Intensiv-Patienten aus dem Freistaat in ein anderes Bundesland ausgeflogen. Vom Memminger Flugplatz aus wurden sechs Covid-19-Patienten mit einem MedEvac Airbus A 310 der Bundeswehr am Freitag nach Nordrhein-Westfalen gebracht.

Der Flug erfolgte im Zuge des sogenannten Kleeblatt-Konzepts, bei dem Deutschland in mehrere Kleeblätter, Süd, Süd-West, West, Nord und Ost, aufgeteilt wird. Zunächst werden Intensivpatienten innerhalb eines Kleeblatts verteilt. Sind die Kapazitäten hier erschöpft, kann man Patienten von einem Kleeblatt zum nächsten verlegen. Nun wurden erstmals Patienten von Bayern, im Kleeblatt Süd, nach Nordrhein-Westfalen, ins Kleeblatt West, verlegt.

Der Airbus A310 MedEvac landete am frühen Nachmittag auf dem Flughafen in Memmingen, um die sechs Patienten mehrerer Intensivstationen aus Schwaben an Bord zu nehmen. Diese wurden in speziell dafür ausgerüsteten Fahrzeugen zum Flughafen gebracht und von Ärzten begleitet. Ihre weitere Behandlung soll dann in Kliniken in Nordrhein-Westfalen erfolgen. Der MedEvac der Bundeswehr gilt als fliegende Intensivstation und kann neben sechs Intensivpatienten weitere 38 Menschen liegend transportieren, heißt es in einer Mitteilung des Memminger Flughafens. (pm)

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