Region: Aichach|Friedberg

Neue Atemschutzstrecke in Mering: Hier sollen künftig alle Feuerwehrleute aus dem Landkreis geschult werden

Freie Mitarbeiterin Heike Scherer aus Mering
Merings Erster Bürgermeister Florian Mayer (Mitte) freut sich, dass der Kreisentwicklungsausschuss seinen Vorschlag, in einem Objekt im Meringer Gewerbepark eine Atemschutzübungsstrecke für die Feuerwehren des Landkreises Aichach-Friedberg zu errichten, mit großer Mehrheit angenommen hat. Endlich können die Atemschutzträger der Feuerwehren (hier zwei Ehrenamtliche der Feuerwehr Mering) ihre einmal jährlich erforderliche Übung absolvieren.

Im Meringer Gewerbegebiet soll eine neue Atemschutzstrecke für die Feuerwehren des Landkreises Aichach-Friedberg entstehen. Auch für gefährliche Einsätze mit Chemikalienschutzanzügen soll dort geprobt werden. Viele Ehrenamtlichen warten bereits auf ihre jährlich nötige Schulung.

Mit großer Mehrheit nahm der Kreisentwicklungsausschuss in seiner Sitzung am 4. Oktober den Vorschlag des Meringer Bürgermeisters Florian Mayer an, eine neue Übungsmöglichkeit in einer angemieteten Halle im Gewerbegebiet in Mering zu schaffen. Jetzt muss noch der Kreistag bei seiner Sitzung im November seine Zustimmung geben.

„Nach einer Bürgermeisterdienstversammlung, in der der Kreisbrandrat die Situation und die Suche nach einem geeigneten Objekt für eine Atemschutzstrecke schilderte, hatte ich mir über das Wochenende Gedanken gemacht, ob wir in Mering nicht helfen können", erzählt Mayer. "Mir fiel ein, dass wir im Gewerbepark einen Käufer haben, der einen Teil der Halle vermieten wollte und noch nicht gebaut hat. Dieser ist selbst Mitglied der Feuerwehr und sogar ein Atemschutzträger. Ich habe mit ihm Kontakt aufgenommen und nach seiner Bereitschaft gefragt. Als dies positiv war, habe ich die Kontakte zum Landkreis und der Feuerwehr hergestellt.“

Seit 2009 fanden Ausbildung und Übungen der Atemschutzträger nicht mehr im Wittelsbacher Land, sondern bei der Berufsfeuerwehr Augsburg und der Feuerwehr Schrobenhausen statt. Leider reichten die Plätze seit längerem nicht mehr aus, weil es statt anfangs 38 Wehren jetzt 46 gibt und die Zahl der Atemschutzträger somit von 576 auf 672 angestiegen ist. Je öfter die Atemschutzträger für den Ernstfall in Schutzausrüstung üben, umso besser sind sie für den Ernstfall gewappnet. Eine Übung im Jahr ist sogar Pflicht. Die Voraussetzungen dafür sollen jetzt in Mering geschaffen werden. In einer Halle im Meringer Gewerbegebiet, die der Landkreis anmietet, soll die neue Übungsstrecke eingebaut werden. Nicht nur für einen Brand, auch für Katastrophen mit Chemikalien sollen dort Schulungen stattfinden. Außerdem soll es dort Platz für Fahrzeuge, eine Werkstatt und ein Lager geben. Finanziert werden soll die Miete über Kursgebühren, die die Kommunen für ihre Feuerwehren an den Landkreis bezahlen.

Landrat Klaus Metzger sagte dazu nach der Entscheidung im Kreisentwicklungsausschuss: „Seit einigen Jahren kämpfe ich mit der Kreisbrandinspektion für eine eigene Atemschutzübungsstrecke, um die bestmöglichen Bedingungen für die Kameradinnen und Kameraden zu schaffen, die ehrenamtlich rund um die Uhr unsere Bevölkerung schützen.“ Nachdem der Kreisentwicklungsausschuss dem Kreistag ein fundiertes Konzept zur Annahme empfohlen habe und auch die Bürgermeister des Landkreises und die Kommandanten der Wehren vollumfänglich überzeugt sind, hofft er auf eine positive Entscheidung des Gremiums. Gerade auch angesichts sich verändernder klimatischer Bedingungen seien weitere Maßnahmen für den vorsorgenden Katastrophenschutz nötig, betont der Landrat.

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X