Region: Aichach|Friedberg

Nach sieben Monaten feiert das Meringer Papiertheater seine Wiedereröffnung

Freier Mitarbeiter Heike Scherer aus Mering
Christine Schenk und Benno Mitschka freuten sich, dass ihr Papiertheater wieder öffnen durfte und sogar aus München und Donauwörth Besucher für das Stück Carmen angereist waren.

Christine Schenk und Benno Mitschka nutzten die Coronapause für den Umbau des Theatersaals und des Außenbereichs.

Mit dem dramatischen Stück „Carmen“ von Georges Bizet feierte Deutschlands kleinstes Opernhaus „Multum in Parvo“ jetzt seine Wiedereröffnung. Aufgrund der noch sehr strengen Hygieneauflagen können derzeit nicht wie bisher 25 Besucher im Theater Platz finden. Die zugelassene Besucherzahl ist davon abhängig, ob die Gäste geimpft sind oder eine Coronaerkrankung durchgemacht haben. Neun Personen genossen die Wiedereröffnung und durften mit den Theaterbesitzern auf die gelungene Renovierung anstoßen. Die Wände im Theatersaal wurden umgestaltet, neue Fenster für eine bessere Belüftung eingebaut, der Außenbereich vor dem Theater und der Biergarten neu angelegt. Außerdem verfügt das kleine Theater über eine neue Tontechnik.

Veronika und Fred Hertrich waren aus Ebermergen bei Donauwörth angereist. Seit 2015 sind sie regelmäßige Besucher des Meringer Papiertheaters. „Wir haben die Bühne sehr vermisst, auf die wir durch einen Flyer in der Augsburger Puppenkiste aufmerksam wurden“, verrieten sie. Sie kämen bereits im August wieder, um Hänsel und Gretel und die Zauberflöte anzusehen. In München wohnen Max und Brigitte Matheis, die vom Papiertheater durch die Fernsehsendung „Land der Rekorde“ erfahren hatten. Sie waren begeistert und planen, noch weitere Stücke auch mit den Enkeln und Urenkeln zu besuchen.

Mit der Eröffnung des Papiertheaters im Jahr 2014 erfüllten sich Christine Schenk und Benno Mitschka einen lang gehegten Traum. Sogar die beiden 13-jährigen Söhne Benedikt und Maximilian sind bei der Bühnengestaltung und bei Stücken mit vielen Figuren involviert. Die Zauberflöte, die Entführung aus dem Serail, Rigoletto, Aida, Macbeth, Hänsel und Gretel, Turandot, Faust und Der Freischütz standen bereits auf dem Programm. Neu werden jetzt Carmen und Der fliegende Holländer zu sehen sein. „Wenn nichts dazwischenkommt, planen wir, ohne Pause bis Ende Dezember Aufführungen zu zeigen“, verrät Benno Mitschka. Die siebenmonatige Coronapause und die Renovierungen haben ein großes Loch in ihre Ersparnisse gerissen. Nur für November und Dezember gab es staatliche Hilfe für das kleine Theater.

Die Aufführungen finden freitags und samstags um 19 Uhr, sonntags mit Mittagsbuffet um 11 Uhr statt. Ab 19. September soll es ganz neu um 16 Uhr Aufführungen mit British Afternoon Tea geben. Außerdem können sich Gruppen für Privataufführungen anmelden und entscheiden, ob sie zusätzlich ein Buffet oder Kaffee und Kuchen wünschen.

Info: Voranmeldung über www.papiertheater.bayern oder telefonisch unter 08233/7950895 erforderlich. Nach der Aufführung können Postkarten oder Drucke vom Bühnenbild erworben werden.

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