Region: Aichach|Friedberg

Gemeinde Mering will ihren Wertstoffhof verlegen

Freie Mitarbeiterin Heike Scherer aus Mering
Fraktionsvorsitzender der CSU Georg Resch (links) legte dem Ersten Bürgermeister Florian Mayer (rechts) mehrere Alternativvorschläge für die Verlegung des Meringer Wertstoffhofs vor. Das Grundstück zwischen Tunnel- und Friedenaustraße bietet eine gute Lösungsmöglichkeit, die Belastung der Hermann-Löns-Straße zu beseitigen. Das Landratsamt muss im Dezember darüber entscheiden.

Seit vielen Jahren beschweren sich die Anwohner der Hermann-Löns-Straße und die Bewohner der angrenzenden Wohngebiete über die Belastung durch An- und Abfahrten zum Wertstoffhof. Besonders auch das Schulzentrum, die zahlreichen Vereinsheime, das Sportgelände und das Neubaugebiet Oberfeld I, das derzeit nur über die Hermann-Löns-Straße erschlossen ist, sowie die zunehmende Nachverdichtung tragen zusätzlich zum weiter ansteigenden Verkehr bei. Eine Entlastung des Wertstoffhofs trat durch die Einführung der gelben Tonne zwar ein, jedoch gemäß eigener Messung des Landkreises mit nur rund 16 Prozent nicht in dem erhofften Umfang. Außerdem ist nach einer eventuellen Schließung von kleineren Wertstoffsammelstellen wie der in Merching mit einem höheren Anlieferverkehr in Mering zu rechnen.

Diese Misere schilderte Erster Bürgermeister Florian Mayer in seinem Schreiben an Landrat Klaus Metzger und schlug ihm einen Alternativstandort vor. Bereits als Michaela Stadelmeyer von der kommunalen Abfallwirtschaft in der Marktgemeinderatssitzung im März ein Konzept für die Modernisierung des Wertstoffhofs vorstellte, war aufgefallen, dass die Ebene 2 für die Zahl der Nutzer und den Rangierverkehr viel zu klein sei. Florian Mayer hatte damals die Fraktionen, aber auch die Bürger aufgefordert, sich Gedanken über Alternativgrundstücke zu machen.

Gemeinderat Georg Resch (CSU) hatte ihm daraufhin sogar vier Vorschläge gemacht, um die belastete Hermann-Löns-Straße zu entzerren, die alle von der Verwaltung auf Machbarkeit und Finanzierbarkeit geprüft wurden. „Bevor viel Geld in den Umbau der alten Wertstoffsammelstelle gesteckt wird und für eine andere Zufahrt eine Million Euro anfallen, wäre das hier ein idealer Standort“, sagt Mayer. Es handelt sich um eine Fläche von 5500 Quadratmetern zwischen Friedenau- und Tunnelstraße gegenüber dem Park-and-ride-Platz.

Vom Marktgemeinderat beauftragt, hat der Bürgermeister inzwischen beim Landratsamt einen schriftlichen Antrag auf Verlegung der Wertstoffsammelstelle gestellt. In seiner Begründung führt er aus, dass der neue Standort keine Wohngebiete belaste und auch für das Umland wesentlich besser erreichbar wäre. Für die Anlieger der Hermann-Löns-Straße würde derTausch eine deutliche Verkehrsentlastung darstellen. Der Ausschuss für Umwelt, Klima und Energie wird sich im Dezember mit dem Antrag des Marktes Mering beschäftigen. Vor Durchführung und Kostenübernahme wird wohl noch eine Kostenermittlung in Auftrag gegeben werden.

Wenn der Verlegung zugestimmt wird und der Wertstoffhof am neuen Standort realisiert werden kann, muss sich die Gemeinde Mering um die Anbindung kümmern. In diesem Zusammenhang möchte der Bürgermeister eine Entschärfung der Gefahrenstelle an der Kreuzung Friedenau- und Tunnelstraße für die Schulkinder von St. Afra, gegebenenfalls durch einen Kreisverkehr, schaffen. Nun heißt es aber erst einmal abwarten, wie die Entscheidung des Landratsamtes ausfällt.

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