Region: Aichach|Friedberg

Günter Wurm erhält Verdienstmedaille

Freie Mitarbeiterin Heike Scherer aus Mering
Günter Wurm aus Unterbergen erhielt für sein außerordentliches ehrenamtliches Engagement die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Seine Frau Annemarie unterstützt ihn bei allen seinen Aktivitäten.

2014 legte Günter Wurm mit seiner Frau den Grundstein für die Städtefreundschaft Mering-Karmiel.

In einem blauen Kästchen liegt die hohe Auszeichnung, daneben die Urkunde des Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier. Schon am 16. Dezember verlieh dieser Günter Wurm aus Unterbergen in Anerkennung der um Volk und Staat erworbenen besonderen Verdienste die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. „Mitte Februar erfuhr ich davon durch einen Brief des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder und war total überrascht. Ich hatte es nicht erwartet“, verrät Wurm. Am 31. März durfte er mit seiner Frau Annemarie und Tochter Theresa nach Aichach reisen, um die Auszeichnung von Landrat Klaus Metzger entgegenzunehmen. Der Schmiechener Bürgermeister Josef Wecker, der Meringer Bürgermeister Florian Mayer und sein Freund Peter Holthaus begleiteten ihn. „Auch wenn ich viele Menschen kenne, die diese Auszeichnung ebenfalls verdient hätten, ist es eine große Ehre für mich. Meine Familie, Freunde und Bekannte freuen sich mit mir“, erklärt Wurm.

2002 begann Wurm als Gemeinderat und Jugendbeauftragter in Schmiechen. Er erwähnt sein Projekt „Job-Elfen“, in dem Jugendliche Senioren Hilfe gegen ein Taschengeld anbieten und andere Jugendliche kennen lernen konnten. 2004 beteiligte er sich bei der 1200-Jahr-Feier seiner Heimatgemeinde. Im Bereich Sport baute er beim TSV Schmiechen im Jahr 2000 Jugendmannschaften und eine erste und zweite Erwachsenenfußballmannschaft mit auf. Beim SV Mering begann er acht Jahre später als Mädchentrainer. „Wegen meines Integrationsprojektes Gebärdensprache für Fußballerinnen durfte meine Mannschaft als Vertreter Bayerns auf Kosten des Bayerischen Fußballverbandes zu einem nationalen Turnier reisen“, berichtet er.

Ein großes Fest der Kulturen

Sein wichtigstes Anliegen war aber die Freundschaft mit der israelischen Stadt Karmiel. Für ein Abschlussfest mit Jugendlichen zum Thema Israel knüpfte er Kontakte zur israelitischen Kultusgemeinde und zur deutsch-israelischen Gesellschaft. Die Jugendlichen sahen ein Theaterstück, hörten Klezmer-Musik, tanzten und genossen israelische Speisen. Schon 2009 besuchte Wurm ein Fachkräfteseminar in Israel. Im selben Jahr war auch eine Basketballmannschaft aus Karmiel in Mering zu Gast, 2010 reisten die Fußballmädchen dorthin. Im Jahr 2013 war der Mädchenchor des Musikkonservatoriums Karmiel in Mering und es fand ein großes Fest der Kulturen statt. Das erste öffentliche Israelfest organisierte Günter Wurm mit dem Kreisjugendring im Jahr 2014. Trotz des Widerstands seiner Kinder reisten Günter und Annemarie Wurm während des Krieges im Sommer 2014 nach Karmiel und bereiteten die Städtefreundschaft vor. Der Gemeinderat beschloss sie im Oktober desselben Jahres mit 20 zu 1 Stimmen. 2018 fand die erste Jugendbegegnung in Mering statt, ein Jahr später reisten die Jugendlichen nach Karmiel.

Außerdem befindet sich in Wurms Garten seit 2012 die Stadluni, bei der Studenten und Dozenten ihre Talente erfahren und austauschen. Besonders stolz ist Wurm, dass er als aktives Mitglied von Paarkult im Jahr 2011 den Grundstein für ein Krankenhausprojekt von Rüdiger und Annette Nehberg in Äthiopien legen konnte. (hsche)

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