Region: Aichach|Friedberg

Merings Meisen als natürliche Schädlingsbekämpfer

LeserReporter Petra von Thienen aus Mering

Meisen sind nicht nur hübsche Singvögel, sondern auch sehr nützlich, leider aber immer seltener anzutreffen. Sie bedürfen immer mehr unserer Unterstützung, um sich wieder mehr ausbreiten zu können.

Nun wurden durch die Förderung von Meisen als natürliche Fressfeinde des Eichenprozessionsspinners (EPS) Erfolge bei dessen Bekämpfung beobachtet. Der Eichenprozessionsspinner ist zwar eine heimische Art, die aber leider ein Risiko für die Gesundheit des Menschen birgt. Die Raupen weisen Brennhaare auf, die allergische Reaktionen auslösen können. Dies ist ein weiterer guter Grund, den Meisen zu helfen, denn in unserer Gegend breitet sich der Eichenprozessionsspinner immer weiter aus und wird mittlerweile oft mit Insektiziden bekämpft. Das muss nicht sein, wenn die Meisen helfen können, die Raupen bereits in einem frühen Stadium zu dezimieren.

Deshalb haben die Grünen im Landkreis eine Aktion gestartet, in den Gemeinden mehr Nistkästen für Meisen aufzuhängen. In Mering organisiert Petra von Thienen, grüne Marktgemeinderätin, gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern, u.a. aus der Meringer Ortsgruppe des Bund Naturschutz, diese Aktion. An ca. 20 Standorten hängten nun die ehrenamtlichen Helfer die Nistkästen in der Nähe der vom Befall durch den Eichenprozessionsspinner gefährdeten Eichen auf. Nun hoffen sie, dass die Meisen die Kästen schon in diesem Frühling zahlreich beziehen werden. Die Nistkästen werden deshalb auch beobachtet und entsprechend gepflegt.

Die hochwertig gearbeiteten Nistkästen stammen aus der Werkstatt für behinderte Menschen des Dominikus-Ringeisen-Werks in Pfaffenhausen. Finanziert wurden die Kästen ganz unbürokratisch von der Gemeinde Mering. Bürgermeister Florian Mayer sagte sofort zu, als er von der Idee hörte: „Die Meisen können uns hoffentlich helfen, den Aufwand für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners klein zu halten. Deshalb unterstütze ich diese Aktion gerne“, freut er sich. Unkompliziert und schnell half auch der Meringer Bauhof. Deren Leiter, Herr Claudius Hirner, stellte die Pläne für geeignete Standorte zur Verfügung.

Bürgerinnen und Bürger können die Nistkästen nun auch für ihren eigenen Garten gegen eine Spende erwerben. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Petra von Thienen, Tel. 08233-31286. Auch öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten sind willkommen, sich zu beteiligen. Hier bietet sich eine gute Gelegenheit, etwas über die hübschen Vögel und ihre Lebensweise zu lernen. Sollten einzelne Nistkästen heuer keinen Bewohner mehr finden, da sie vielleicht ein bisschen zu spät aufgehängt wurden, dann macht das gar nichts: Das nächste Frühjahr mit den nächsten willigen Mietern kommt ja ganz bestimmt.

Der Landkreis unterstützt diese Aktion ebenfalls. Auf der Homepage des Landkreises www.lra-aic-fdb.de/wittelsbacherlandbluehtundsummt finden Sie mehr Informationen dazu.

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