Region: Aichach|Friedberg

Der Modulbau ist bezugsfertig

Zwischen der Meringer Ambérieuschule und dem Sportplatz wurde innerhalb von fünf Monaten ein Erweiterungsbau in Modulbauweise errichtet.

Die Erweiterung der Grundschule an der Ambérieustraße liegt gut im Zeitplan. Die Interimsmaßnahme könnte jedoch bald schon wieder zu klein sein.

Schullleiterin Susanne Geiger ist voll des Lobes über die schnelle Fertigstellung der Schulerweiterung in Modulbauweise. „Fünf Monate von der Planung bis zum Abschluss, das ist schon eine Leistung“, findet sie. Und an Bürgermeister Florian Mayer gerichtet lobt sie: „Es gab eine große Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit mit dem Marktbauamt, sowohl vor Ort als auch mit Heike Ehrenhuber als Ansprechpartnerin im Rathaus.“ Nicht zuletzt durch die coronabedingte Teilung von Schulklassen hat sich die Raumnot im Schulbetrieb der Meringer Grundschule II mit rund 350 Schülern noch einmal zugespitzt. Der als Interimslösung geplante Modulbau soll die Raumnot in der Ambérieuschule vorerst beheben. Das Gebäude steht nun, die neuen Schulmöbel sind bestellt und derzeit werden die Hausanschlüsse sowie die Heizung und die Schließanlage installiert. „Jetzt steht noch die Brandschutzabnahme aus, dann kann der Bau bezogen werden“, informierte Projektleiter Christian Henze vom Meringer Marktbauamt.

Nach Ostern wurde unmittelbar hinter dem Schulhaus mit dem Bau losgelegt und zunächst die Zwischenwände in den sogenannten Freiklassen abgerissen sowie die Baugruben ausgehoben. „Normalerweise wäre dies während des normalen Unterrichtsbetriebs passiert, doch durch die Corona-Pandemie hatten wir unterrichtsfrei. Das war in diesem Fall natürlich ein Vorteil“, sagte Susanne Geiger.

Der errichtete Modulbau ist ein vollwertiges Gebäude, dem man im Innern die Fertigbauweise nicht ansieht. Auf zwei Stockwerken wurden vier Klassenzimmer eingerichtet, die vor allem auch für den Differenzierungsunterricht bei den jahrgangsübergreifend Flexiklassen und für den Parallelunterricht gebraucht werden. Ein Klassenzimmer ist für den Fachunterricht wie Werken und Gestalten vorgesehen. Weitere, etwas kleinere Räume bieten Platz für Teambesprechungen oder Elterngespräche. Die WC-Anlagen wurden samt Sanitäreinrichtung komplett geliefert. Eine kindgerechte Atmosphäre im hellen und freundlich wirkenden Bau entstand nicht zuletzt durch das Farbkonzept. Die vorherrschenden Farben gelb, orange und rot wurden vom benachbarten Schulhaus aufgenommen. „Diese neue Anlage ist auf dem neuesten Stand was Brandschutz, Schallschutz und die technische Ausstattung wie etwa eine vollautomatische Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung oder das Beleuchtungskonzept betrifft“, schwärmt Projektleiter Christian Henze. „Zudem haben wir volldigitale Klassenzimmer mit ausreichend Netzwerkanschlüssen“. Durch die planerische Eigenleistung des Marktbauamtes konnte nicht nur zügig gebaut werden, sondern auch 15 bis 20 Prozent der Kosten eingespart werden. „Zunächst waren 1,8 Millionen kalkuliert worden und nun sind es knappe 1,5 Millionen geworden“, erklärte Projektleiter Henze. Nichtsdestotrotz sorgte die Notwendigkeit eines Modulbau als Übergangslösung für ordentlich Kritik. Aufgrund der angespannten Finanzsituation des Marktes Mering verzögert sich der längst geplante Hortneubau. Somit wird der Hort in der ehemaligen Hausmeisterwohnung und in den angrenzenden Containern vorerst bestehen bleiben. Dies lässt auch die Neubaupläne für eine endgültige Erweiterung der Ambérieuschule in noch weitere Ferne rücken.

Und schon erweist sich auch der Modulbau fast schon wieder als zu klein. „Im kommenden Jahr rechnen wir mit 16 Klassen, also einer mehr als heuer. Durch die komplette Vierzügigkeit ist jeder Raum belegt. Dazu kommen die zwei ausgelagerten Klassen im Gymnasium. Dieses braucht die Räume im kommenden Jahr selbst“, weiß Susanne Geiger. Auch die Schutzmaßnahmen in Coronazeiten mit der Teilung der Klassen erfordern mehr Platz. „Wir dachten, mit acht Räumen hätten wir schon einen großen Puffer eingebaut. Doch wenn es so weiter geht, reicht uns der neu geschaffene Platz noch nicht mal“, befürchtet die Rektorin. (ike)

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