Region: Aichach|Friedberg

Kommunalwahl 2020 – Mering soll bunt bleiben

LeserReporter Wolfhard von Thienen aus Mering
Mering ist bunt

Vor 12 Jahren in Mering als Folge rechtsextremistischer Übergriffe im Ort gegründet, setzt sich das parteiübergreifende Bündnis Mering ist bunt gegen Rechtsextremismus, Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus ein. Mitglieder sind die Parteien Bündnis 90/Die Grünen, CSU und SPD sowie zahlreiche Vereine, Kirchengemeinden und Privatpersonen.

Uns eint der Wunsch, in einer Gesellschaft zu leben, die die Vielfalt der Menschen und Meinungen nicht nur toleriert, sondern diese ausdrücklich wünscht und unterstützt. Eine Gesellschaft, in der Artikel 1 des Grundgesetzes für alle Menschen gilt, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht und Religionszugehörigkeit.“ beschreibt Pit Hörmann, der Sprecher des Bündnisses dessen Ziele.

Warnung vor Verharmlosung und dem Versuch "bürgerlich" zu erscheinen

Anlässlich der zunehmenden rechten Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und des Versuches der AfD, sich ein harmloses, bürgerliches Erscheinungsbild zu geben, macht sich das Bündnis große Sorgen und nimmt dies zum Anlass, sich anlässlich der Kommunalwahl an die Meringer Bürgerinnen und Bürger zu wenden.

Mit wachsender Sorge sehen wir, dass das rechte Spektrum mit der AfD als politischem Arm immer mehr an Boden in Deutschland gewinnt. Es ist erklärtes Ziel rechter Strategen, sich ein bürgerliches Erscheinungsbild zu geben, um so von Innen heraus Vereine, Kreis-, Gemeinde- und Stadträte in ihrem Sinne zu lenken. Wohin es führt, wenn Leute rechte Hetzparolen in die Tat umsetzen, haben wir gerade in Kassel, Halle und Hanau gesehen. In der Öffentlichkeit treten die Kandidatinnen und Kandidaten der bayerischen AfD auch bei uns im Landkreis relativ dezent auf. In den sozialen Medien und passenden Internetforen vertreten sie dagegen eindeutig fremdenfeindliche und rassistische Standpunkte. Wieder wird Angst vor Flüchtlingen geschürt und Partei für Herrn Putin ergriffen. Anstatt einen der Urheber des Bombenhagels in Syrien zu kritisieren, beschimpft man die fliehenden Menschen, deren Heimat gerade in Flammen aufgeht. Was wir in Gemeinderäten und Kreistagen am wenigsten brauchen sind Leute, die anstatt Solidarität und Miteinander nur Neid und Verleumdung predigen. Es gibt wirklich genug zu tun und ein politischer Wettbewerb ist immer willkommen. Aber bitte mit Anstand und auf dem Boden unserer Verfassung.“  so die Erklärung des Bündnisses zur Kommunalwahl 2020.

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