Region: Oberbayern

Neubiberg: Junggesellenabschied löst Sondereinsatz aus

Ein vielleicht teurer Spaß ist einer Vierergruppe von 34- bis 39-jährigen Männern am Dienstag in Neubiberg eingefallen. Sie wollten ihren Freund nach Mallorca entführen. Dies allerdings täuschend echt, mit Sturmhauben, so dass die Polizei von einer echten Bedrohungslage ausging.

Einen schlechten Scherz hat sich eine Gruppe 34- bis 39-Jähriger am Dienstagnachmittag in Neubiberg, im Landkreis München, erlaubt und damit einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Diese vermutete eine Entführung und leitete umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein. Zahlreiche Streifen, Spezialeinsatzkräfte und ein Polizeihubschrauber waren an dem Großeinsatz beteiligt.

Am Dienstag, gegen 14 Uhr, wurde der Polizei per Notruf mitgeteilt, dass in Neubiberg vier mit Sturmhauben maskierte Männer einen Mann in einen Wagen gezerrt hätten. Hierbei sei dem Mann auch ein Sack über den Kopf gezogen worden. "Nachdem aufgrund dieser Mitteilung von einer mutmaßlichen Entführung und somit von einer akuten Gefährdungslage ausgegangen werden musste, wurden unmittelbar umfangreiche Fahndungsmaßnahmen veranlasst. Hierbei kam neben zahlreichen Streifen der Münchner Polizei auch ein Polizeihubschrauber zum Einsatz. Des Weiteren wurden auch Spezialkräfte alarmiert", beschreiben die Beamten die darauf folgende Reaktion der Polizei.

Zugriff der Polizei am Flughafen

Im Zuge der Fahndung habe das Fahrzeug im Bereich der A 99 dann festgestellt werden können. Um eine mögliche Gefährdung der mutmaßlich entführten Person auszuschließen, wurde der Zugriff erst im Bereich des Flughafens München durchgeführt.

"Entführungsziel": Mallorca

Erst bei der anschließenden Kontrolle stellte sich die vermeintliche Entführung als Streich heraus. Die zwischen 34- und 39-jährigen Männer wollten mit ihrem "Entführungsopfer" nach Mallorca weiterreisen, um den Junggesellen dort wieder zu „entlassen“. Die Polizei München prüft nun, inwiefern für den Polizeieinsatz Kosten zu erheben sind. (pm)

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