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Ammoniak-Leck in Neu-Ulmer Eissporthalle löst Großeinsatz aus

Ein Ammoniak-Leck verursachte am Samstag einen langen Großeinsatz in der Neu-Ulmer Eissportanlage.

Mehrere Feuerwehren, Rettungswagen, Polizeistreifen sowie das Technische Hilfswerk und eine Spezialfirma sind am Samstag zur Neu-Ulmer Eissporthalle gerufen worden. Dort wurde ein Ammoniakalarm ausgelöst. Erst gegen 4 Uhr morgens konnten die Einsatzkräfte Entwarnung geben und das Leck abdichten.

Kurz nachdem die Meldung bei der Integrierten Leitstelle Donau-Iller einging, wurden mehrere Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Neu-Ulm umgehend zum Einsatzort gerufen, um dort Feuerwehr und Rettungsdienst bei deren Arbeit zu unterstützen. Beim Eintreffen der Streifenbesatzungen vor Ort habe die Einsatzleitung der Feuerwehr Neu-Ulm mitgeteilt, dass man im Innenraum der Eissportanlage starken Ammoniakgeruch festgestellt habe. Die Feuerwehr habe noch bevor die Polizeibeamten eintrafen ein unmittelbar benachbartes Lokal geräumt, um dessen Gäste nicht zu gefährden. Die Polizei regelte derweil den Verkehr und sperrte Fußwege, die sich im Nahbereich der Eissport-Anlage befanden.

Die Feuerwehr habe im Anschluss Messteams um die Eissportanlage positioniert, die dort die Ammoniakbelastung in der Umgebungsluft ständig überwachen sollten. Durch deren Messungen sei man zu dem Schluss gekommen, dass die angrenzenden Besucher einer Kleingartenanlage sowie des Donaubades nicht gefährdet waren. Laut Meldung der Polizei hatte dies unter anderem mit der günstigen Witterung zu tun.

Spezialfirma soll Ammoniak-Leck finden

Zeitgleich versuchte die Feuerwehr im Innenraum der Eissportanlage die Ursache des Ammoniak-Austritts zu finden und konnte die Suche auf einen Technikraum eingrenzen. Daraufhin wurde das Ammoniak gezielt abgeleitet um dann das Leck abdichten zu können. Nachdem die eingesetzten Techniker das Leck jedoch nicht finden konnten, wurde eine Spezialfirma gerufen.

Mehr als 160 Personen am Einsatz beteiligt

Die Einsatzkräfte der Neu-Ulmer Polizei seien gegen 19.45 Uhr aus dem Einsatz entlassen worden, da die Besucher des Donaubades zu diesem Zeitpunkt den Parkplatzbereich verlassen hatten. Bei dem Einsatz an der Eissportanlage waren laut Angaben der Polizei insgesamt zehn Polizeibeamte der Polizeiinspektion Neu-Ulm sowie der Operativen Ergänzungsdienste Neu-Ulm vor Ort. Außerdem seien etwa 50 Mitglieder der Feuerwehren aus Neu-Ulm, Gerlenhofen, Reutti, Pfuhl, Finningen und Senden und ungefähr 100 Mitglieder der Verbände des Bayerischen Roten Kreuzes aus Neu-Ulm, Weißenhorn, Senden und Illertissen sowie der Johanniter Kötz und des Technischen Hilfswerks Neu-Ulm an dem Einsatz beteiligt gewesen. Mit fortschreitender Einsatzdauer habe man die Anzahl der Kräfte reduziert. Das Leck habe man letztlich gegen 4 Uhr abgedichtet werden. Nach Kenntnis der Polizeiinspektion Neu-Ulm seien bei dem Einsatz weder Angehörige der Feuerwehr noch der Rettungsdienste verletzt worden. (pm)

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