Region: Illertissen|Babenhausen

Anrufe durch falsche Polizeibeamte: Kriminalpolizei nimmt 58-Jährige bei Geldübergabe fest

Noch während des Anrufs der falschen Polizisten, meldete der Sohn des 54-Jährigen den Betrugsversuch bei der Polizei. Bei einer fingierten Geldübergabe, bei der 41.000 Euro übergeben werden sollten, konnte die Polizei nun eine 58-Jährige Verdächtige festnehmen.

Falsche Polizeibeamte haben sich der Polizei zufolge am Dienstag im Raum Neu-Ulm wieder bei Bürgern gemeldet. Ein Anruf hat nun zur Festnahme einer 58-jährigen Frau geführt, die Geld für die falschen Polizeibeamten in Empfang nehmen sollte.

Am Dienstagvormittag, ein 54-Jähriger von einem bislang Unbekannten angerufen, der sich am Telefon als Polizist ausgab und die bekannte Geschichte von Einbrechern erzählte, die es auch auf Wertgegenstände des Angerufenen abgesehen haben könnten.

Der 24-jährige Sohn des Angerufenen reagierte jedoch sofort und informierte die richtige Polizei über den Betrugsversuch, während das Gespräch mit dem falschen Polizeibeamten weiter aufrechtgehalten wurde. Nachdem die beiden Männer auf die Anweisungen des Anrufers zum Schein eingingen und von der Bank vermeintlich 41.000 Euro abhoben, schickten die Betrüger eine Frau zu Abholung des Geldes an die Wohnadresse. Bei der Übergabe des Geldes konnten die eingesetzten Polizeibeamten die Frau dann festnehmen. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm übernahm daraufhin die weiteren Ermittlungen.

Richter erlässt Haftbefehl

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Memmingen wurde die 58-Jährige am Freitag dem Haftrichter am Amtsgericht Memmingen vorgeführt, dieser erließ Haftbefehl gegen die Frau. Sie wurde im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Polizei weist in ihrem Bericht darauf hin, dass die Masche der falschen Polizeibeamten nach wie vor aktuell ist. Alleine im Oktober registrierte die Polizei im Bereich des Präsidiums Neu-Ulm nahezu 150 Anrufe, im gesamten Jahr 2020 seien es bislang schon mehr als 1.300. Bislang konnten die Betrüger mit dieser Masche mehr als 300.000 Euro ergaunern im gesamten Zuständigkeitsgebiet des Präsidiums. (pm)

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