Region: Illertissen|Babenhausen

Hausdurchsuchung bei Hundezüchterin

Bei der Durchsuchung der Räume der tatverdächtigen Hundezüchterin und deren Enkel, die im Landkreis Günzburg wohnen, hätten die Beamten zwanzig Hunde und eine Katze vorgefunden.

Bereits am 21. Mai hatte eine 68-jährige Frau aus Neu-Ulm Anzeige wegen Diebstahls ihres Hundes erstattet. Den Hund habe sie einige Zeit zuvor von einer "angeblichen Züchterin", wie es im Polizeibericht heißt, aus dem Bibertal erworben. Dabei gab sie an, dass die Züchterin laut Anzeigenerstattung nach einiger Zeit wieder bei ihr erschienen sei und den Hund wieder mitnahm, da dieser angeblich unpfleglich behandelt werden würde.

Die Züchterin selbst habe deshalb Anzeige bei der Polizeiinspektion Günzburg erstattet. Diese Vorwürfe wurden von der 68-Jährigen jedoch bestritten. Im Zuge der weiteren Ermittlungen, habe die Polizei festgestellt, dass eine entsprechende Zucht auch bei den zuständigen Behörden nicht angemeldet war. Aufgrund des vermeintlichen Diebstahls und weiterer Erkenntnisse beantragte nun die Staatsanwaltschaft Memmingen einen Durchsuchungsbeschluss beim Amtsgericht Memmingen.

Daraufhin vollzogen Polizeikräfte aus Neu-Ulm und Günzburg zusammen mit zwei Polizeihundeführern der Operativen Ergänzungsdienste Neu-Ulm den richterlichen Durchsuchungsbeschluss am Montagnachmittag. Des Weiteren befanden sich auch zwei Tierärzte des Veterinäramtes mit im Einsatz. Im Verlauf der Durchsuchung bei der tatverdächtigen Hundezüchterin und deren 18-jährigem Enkel, die im Landkreis Günzburg wohnen, hätten die Beamten zwanzig Hunde und eine Katze vorgefunden.

Bei den Hunden handelte es sich laut Polizei hauptsächlich um die derzeit angesagte Rasse „Cavapoo“, eine Mischung aus Pudel und King-Charles-Spaniel. "Aufgrund der katastrophalen Haltungsbedingungen und des schlechten gesundheitlichen Zustandes wurden alle Tiere den Besitzern auf Anordnung der Veterinäre vorläufig entzogen. Sie wurden in mehreren umliegenden Tierheimen untergebracht", heißt es im Polizeibericht.

Im Zuge der Ermittlungen habe man festgestellt, dass die beiden Züchter in ihrem Haus eine nicht angemeldete Hundezucht betrieben und dabei Kaufinteressenten im ganzen Bundesgebiet bedienten. Auch der zuvor entwendete Hund konnte bei der Hausdurchsuchung wieder aufgefunden werden. Gegen die beiden Hundezüchter werde nun wegen Diebstahls, Steuerhinterziehung und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz ermittelt. (pm)

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