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Trickbetrug an Rentnerin bei Neu-Ulm: 10.000 Euro ergaunert

Immer mehr Menschen werden Opfer von Trickbetrug per Telefon.

Ein bislang unbekannter Täter bestahl bereits Ende Juli eine Frau aus Burlafingen durch einen sogenannten Enkeltrick.

Die Polizei Schwaben Süd/West gibt an, dass sich der Täter telefonisch bei seinem Opfer meldete und behauptete, dass der Enkel der Frau einen Autounfall gehabt habe. Er forderte die Frau auf, ihm 10.000 Euro zu übergeben, dafür, dass er den vermeintlichen Unfall nicht der Polizei melde und somit dem Enkel nicht der Führerschein entzogen würde.

Außerdem fragte er die Frau nach Schmuck in ihrem Haus. Daraufhin hob die Frau die geforderten 10.000 Euro von der Bank ab und übergab sie einem Komplizen des Anrufers, in dem Glauben dadurch ihrem Enkel zu helfen.

Der Betrug fiel der Frau erst auf, als sie eine Woche später mit ihrem echten Enkel telefonierte, wobei sich herausstellte, dass überhaupt kein Unfall vorgefallen war. Infolgedessen wurde Anzeige erstattet, welche nun von der Kriminalpolizei Neu-Ulm verfolgt wird.

311 Fälle von Trickbetrug

Fälle wie diese kommen in letzter Zeit immer häufiger vor, wobei ein Großteil der Versuche nicht zum Erfolg führen. Im Jahr 2019 wurden im Einzugsgebiet des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West 311 Fälle von Trickbetrug gemeldet, wovon nur 13 erfolgreich verliefen.

In diesem Zusammenhang weist die Kriminalpolizei darauf hin, dass bei Anrufen von angeblichen Verwandten mit Geldforderungen immer Vorsicht geboten ist. Es sollten auch keine Informationen über Vermögensverhältnisse oder Wertgegenstände im Haushalt telefonisch herausgegeben werden. Im Zweifel sollte das Telefonat beendet werden und die Verwandtschaft unter der bekannten Rufnummer angerufen werden. (pm)

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