Region: Illertissen|Babenhausen

Digitale Besuche bei Renée Sintenis im Edwin Scharff Museum Neu-Ulm

Museumsdirektorin Helga Gutbrod stellt die Künstlerin in einem Video vor.

Im Edwin Scharff Museum Neu-Ulm ist besonders die Sonderausstellung „Renée Sintenis. Pionierin der Bildhauerei“ vom Lockdown betroffen, da eine Verlängerung der Ausstellung über den 5. April hinaus nicht möglich ist. Daher lädt das Museum nun mit zwei neuen Videos zum digitalen Besuch der Sonderausstellung von zu Hause aus ein und stellt Leben und Werk von Renée Sintenis im Internet vor.

Im ersten Video führt Museumsdirektorin Helga Gutbrod die Zuschauer durch die Ausstellung. Sie stellt dabei die Künstlerin als Pionierin der Bildhauerei in ihrer Entwicklung und mit ihren vielfältigen Hauptthemen vor.

Sintenis (1888 bis 1965) war Zeitgenossin von Edwin Scharff und gehörte zur ersten Generation von Bildhauerinnen, die sich in der damaligen männerdominierten Kunstwelt durchsetzen konnten und Erfolg hatten.

Sintenis stellte mythologische Figuren, Sportler und Akte, vor allem aber Tiere in ihren kleinformatigen Plastiken dar. Sie wurde daher manchmal auch scherzhaft als „Riesin mit dem Kleintierzoo“ tituliert.

Die Sonderausstellung zeigt viele Beispiele dieser faustgroßen Arbeiten, von denen einige im Video genauer vorgestellt werden. Aber auch Selbstbildnisse und Bildnisse von Freunden wie dem Dichter Joachim Ringelnatz beförderten die Bekanntheit der Künstlerin – genauso wie der von ihr geschaffene „Berlinale“-Bär, dessen Kopien bis heute den Preisträgern der Berliner Filmfestspiele verliehen werden. In einem weiteren Video stellt Charlotte Thon, die wissenschaftliche Volontärin des Museums, die Plastik „Große Daphne“ von Renée Sintenis aus dem Jahr 1930 vor. Die – für Sintenis ungewöhnlich – fast lebensgroße Arbeit gilt als eines der Hauptwerke der Künstlerin.

Thon erläutert zunächst den mythologischen Hintergrund der Geschichte von Daphne und Apoll aus Ovids „Metamorphosen“.

Beide Videos, die von Nik Schölzel produziert wurden, sind noch bis zum Ende der Sonderausstellung am 5. April kostenfrei im Internet zu sehen.

Die Videos finden sich auf der Website des Edwin Scharff Museums unter www.edwinscharffmuseum.de sowie auf dem Instagram-Profil des Museums. (pm/red)

Kommentare

Anmelden um Kommentare zu schreiben

 


X