Region: Illertissen|Babenhausen

Regelungen zum Aufstellen von Maibäumen im Landkreis Neu-Ulm

Aufgrund des hohen Inzidenzwerts rät das Landratsamt Neu-Ulm davon ab, Maibäume aufzustellen.(Symbolbild)

In Anbetracht der Corona-Pandemie können traditionelle Maibaumfeste heuer nicht wie üblich gefeiert werden. Obwohl das reine Aufstellen von Maibäumen unter Einhaltung der geltenden Kontaktbeschränkungen erlaubt ist, rät das Landratsamt Neu-Ulm grundsätzlich von der Aktion ab.

Der 1. Mai rückt näher und damit auch die Frage, welche Regelungen rund um das traditionelle Aufstelle von Maibäumen gelten. Generell sind Maibaumfeiern beziehungsweise Veranstaltungen untersagt. Der rein „technische Vorgang“ des Aufstellens eines Maibaums fällt allerdings nicht unter das Veranstaltungsverbot. Sollte es allerdings zur Ansammlung von Schaulustigen aus einem solchen Anlass kommen, wäre diese Ansammlung aufzulösen. Damit ist es theoretisch möglich, dass ein Maibaum im Rahmen der jeweils gültigen privaten Kontaktbeschränkungen aufgestellt wird: Aktuell wären das ein Haushalt und eine weitere Person. In der Praxis lasse sich das jedoch kaum umsetzen, wie das Landratsamt Neu-Ulm in einem Pressebericht feststellt.

Falls die Gemeinde eine entsprechende Privatfirma, eigene Mitarbeiter, Einsatzkräfte der Feuerwehr oder einen Verein beauftragt, greife die Beschränkung der Personenzahl und Hausstände nach der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung allerdings nicht. Dies gilt jedoch nur soweit und solange das Zusammenwirken der beteiligten Personen zwingend erforderlich ist.

Mit Blick auf die weiter steigende Sieben-Tage-Inzidenz, die im Moment im Landkreis Neu-Ulm knapp unter der Marke von 200 liegt, sollte in diesem Zusammenhang aber vor allem beachtet werden, ob es sich beim Aufstellen eines Maibaums in der aktuellen Situation um eine notwendige Aktion handelt. Denn momentan sollten Kontakte reduziert und nicht dringend erforderliche Treffen – so weit es möglich ist – vermieden werden. In Anbetracht der Entwicklung des Inzidenzwertes und der dynamischen Situation der Infektionslage rät Erich Winkler, Kreisverbandsvorsitzender des Bayerischen Gemeindetags, vom Aufstellen von Maibäumen generell ab.

Kreisbrandrat Bernhard Schmidt sagt hierzu Folgendes: „Das Aufstellen von Maibäumen ist eine freiwillige Tätigkeit der Feuerwehren, insofern sie aufgrund ihrer Ausrüstung im Auftrag der Kommune tätig werden und in keinem Falle eine Pflichtaufgabe. Aufgrund der Pandemie und der damit verbundenen Auflage, sich auf die allernotwendigsten Übungen, die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft und den Einsatzdienst selbst zu beschränken, ist aus meiner Sicht ein Einsatz der Feuerwehr zu diesem Zweck nicht zu rechtfertigen.“ (pm)

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