Region: Illertissen|Babenhausen

Überschrittene Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Neu-Ulm: Ab Dienstag gelten neue Regelungen

Ab Dienstag dürfen sich im Landkreis Neu-Ulm maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. (Symbolbild)

Ab Dienstag treten im Landkreis Neu-Ulm neue Einschränkungen in Kraft, um die Corona-Pandemie einzudämmen. Grund ist der überschrittene Inzidenzwert von 50 Fällen pro 100 000 Einwohnern.

Der Landkreis Neu-Ulm hat laut der Zahlen des Robert-Koch-Instituts an drei Tagen in Folge die Marke von 50 Fällen pro 100 000 Einwohnern überschritten. Damit treten ab Dienstag, 30. März, neue Regelungen im Landkreis in Kraft.

So seien private Zusammenkünfte mit Mitgliedern des eigenen Haushalts sowie einem weiteren Haushalt gestattet. Es dürfen sich aber nur maximal fünf Personen treffen. Kinder bis 14 Jahre werden hierbei nicht mitgezählt.

Der Einzelhandel darf lediglich für die Terminshopping-Angebote "Click & Meet" öffnen. Dabei sei ein Kunde pro 40 Quadratmeter Verkaufsfläche nach vorheriger Terminbuchung erlaubt. Zudem müssen die Kontaktdaten der Kunden erhoben werden.

Buchhandlungen dürfen allerdings offen bleiben: Hier gelte kein Click & Meet. Voraussetzung sei ein Hygienekonzept und eine Begrenzung auf einen Kunden je zehn Quadratmeter für die ersten 800 Quadratmeter Verkaufsfläche. Darüber hinaus dürfe sich ein Kunde je 20 Quadratmeter im Geschäft aufhalten. Unter denselben Voraussetzungen können Büchereien, Archive und Bibliotheken öffnen.

Auch Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten dürfen weiterhin öffnen. Besucher müssen aber vorher einen Termin buchen und die Kontaktnachverfolgung muss gewährleistet sein.

Individualsport sei im Außenbereich und in Außensportanlagen mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten möglich. Sport in Gruppen sei mit bis zu 20 Kindern bis 14 Jahren ebenfalls erlaubt.

Auch die Öffnung körpernaher Dienstleistungsbetriebe, die zum Zweck der Körperhygiene und Körperpflege erforderlich sind, sei weiterhin möglich. Hierzu zählen Friseure, Fußpflege, Maniküre und Gesichtspflege. Es gelten Auflagen zur Hygiene und Steuerung des Zutritts mit Reservierungen beziehungsweise vorheriger Terminvereinbarung.

Die Öffnung von Gastronomiebetrieben jeder Art bleibe jedoch untersagt. Weiterhin zulässig sei allerdings die Abgabe und Lieferung von mitnahmefähigen Speisen und Getränken.

Angebote der beruflichen Aus-, Fort- und Weiterbildung seien in Präsenzform weiterhin zulässig, wenn zwischen allen Beteiligten ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewahrt ist. Es bestehe Maskenpflicht, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann. Auch Fahrschulen dürfen offen bleiben. Instrumental- und Gesangsunterricht darf als Einzelunterricht in Präsenzform ebenfalls weiterhin stattfinden.

Bis einschließlich Montag, 29. März, gelten allerdings noch die Regelungen für eine Sieben-Tage-Inzidenz unter 50. Die aktuellen Regelungen für den Landkreis Neu-Ulm sind unter https://landkreis.neu-ulm.de/de/bayernweite-regeln.html zu finden.

Für die Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis Neu-Ulm gelten ab Montag, 29. März, ebenfalls neue Regelungen für die gesamte Woche. Der Präsenzunterricht soll weiterhin stattfinden, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann. Ansonsten finde Wechselunterricht statt. Dabei sei zu berücksichtigen, dass in den meisten Schulen wegen der Osterferien ohnehin kein Unterricht stattfindet.

Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder dürfen laut dem Landratsamt Neu-Ulm jedoch nur öffnen, wenn die Betreuung in festen Gruppen erfolgt. (pm)

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