Region: Illertissen|Babenhausen

Endlich wieder ein Fechtturnier in Neu-Ulm

Endlich wieder ein Fechtturnier. In Neu-Ulm findet am 24./25. Juli der 23. Donau-Iller-Cup statt.

Der 23. Donau-Iller-Cup: Tradition - und doch top modern – Talentsichtung mit Olympiasieger Ingo Weißenborn.

Auch bei den Fechtern des TSV 1880 Neu-Ulm ist der Trainingsbetrieb seit drei Wochen wieder in vollem Gange. Und schon steht - mit entsprechenden Corona-Auflagen selbstverständlich – der erste Höhepunkt bevor: der traditionelle, aber stets top moderne Donau-Iller-Cup 2021 am Wochenende 24. und 25. Juli 2021 in der Sporthalle der Weststadt-Grundschule Neu-Ulm.

Die 23. Auflage des Donau-Iller-Cups ist auch gleichzeitig der erste und mithin einzige Saisonhöhepunkt für die Fechter des TSV 1880 Neu-Ulm – und nicht nur für sie. Bereits Mitte Mai hat der Deutsche Fechterbund (DFeB) die Saison, die bis 31. Juli geht, für beendet erklärt. Der Bayerische Fechterbund hat sich dem Entscheid angeschlossen. Das bedeutete, dass es keine Deutschen Meisterschaften gab und dazu keine Qualifikations-, so genannt Q-Turniere, wovon jeder Fechter vier bis fünf besucht, um sich für die „Deutschen“ zu qualifizieren. Auch die Bayerischen Meisterschaften zählen dazu. Auch die zahlreichen Freundschaftsturniere und die Bezirksmeisterschaften, im bayerisch-schwäbischen Fall der Schwaben-Pokal – keins der Turniere hat stattgefunden. „Jeder Fechter fängt auf demselben Wettkampfniveau an – und manche sicherlich nahe null“, sagt Richard „Richy“, Turnierdirektor und Erfinder des Turniers vor 23 Jahren aus der Taufe gehoben hat, „gut, dass wir aufgrund der niedrigen Inzidenzwerte ausrichten können.“

Ironie des Schicksals: der Donau-Iller-Cup war auch das letzte Turnier vor dem 2. Lock-down, denn die 22. Ausgabe wurde im vergangenen Jahr wegen Corona von Juli auf Oktober verschoben und konnte – ebenfalls unter hohen Auflagen – gerade noch ausgetragen werden. Danach gab es eben nichts mehr, kein einziges Turnier, landauf, landab. „Die Gesundheit steht an erster Stelle, aber wenn es möglich ist, den Cup auszurichten, dann werden wir das auch tun – natürlich unter Einhaltung aller behördlich- und rechtlichen Bestimmungen und mit einem ausgeklügelten Hygiene-Konzept“, sagen die Verantwortlichen der Fechtabteilung, Tobias Allgeier (stv. Abteilungsleiter), Jörg Niehues (Kassier) und Thomas Kießling (Abt.leiter) unisono.

Klasse Sponsoren – eine klasse Stadt

Dass es zur 23. Auflage kommt, dafür sind aber noch mehr verantwortlich: „Wir können uns nur mega bei den Sponsoren bedanken, durch die wir gut durch Corona gekommen sind, und bei der Stadt Neu-Ulm, dass wir ausreichend Hallenzeiten ohne zu zahlende Gebühren erhalten und insgesamt beste Unterstützung bekommen – das muss man auch mal deutlich sagen. Das gibt es für alle Vereine, da kriegen wir keine Ausnahmeregelung, aber unterstreichen kann man es dennoch einmal“, betont die Abteilungsspitze, die ebenfalls dem Gesamtverein des TSV 1880 Neu-Ulm dankt.

„Wir versuchen das mit Leistung, Einsatz und gutem Team-Spirit zurückzuzahlen, aber vor allem geht es natürlich um eins: die Kinder und Jugendlichen für eine sehr schöne und dynamische Sportart zu begeistern und ihnen Einsatzbereitschaft, Teamgedanke und Sozialverhalten nahe zu bringen und dafür weg von den Tablets und Smartphones“, sagen die Verantwortlichen. Wer darüber hinaus einen größeren Leistungsgedanke entwickle, werde ebenfalls bestens unterstützt: ob bei Meisterschaften oder mit dem nächsten Schritt ins Bundesleistungszentrum oder Sportinternat nach Tauberbischofsheim – wie jüngst im Falle von Nils Bosserhoff und bald von Emelie Fellmann.

Großen Dank den Mitgliedern

Ein ebenso großer Dank gebührt natürlich den Mitgliedern, die durch die Bank in der Fechtabteilung geblieben sind: bei zwei studienbedingten Abgängen gab es zwei Zugänge. Die Online-Trainings der Landestrainer des Bayerischen Fechterverbandes mit zweimal die Woche Koordination- und Kondition-Training sowie mittwochs einem Mentaltraining und zudem kleinen Landeskader-Trainingseinheiten waren zwar hervorragende Angebote, gehören aber hoffentlich der Vergangenheit an, so die Vorstände, denn Fechten lebe von Dynamik, Explosivität, Taktik, Kondition und einer großen Portion Konzentration, was wiederum für Klassenarbeiten ein gutes Training ist – und vor allem vom Miteinander in der Halle.

Da vielen Fechtern wieder nach einem Turnier „dürstet“, ist der 23. Donau-Iller-Cup – obwohl unter scharfen Hygienebestimmungen – nach jetzigem Meldestand mit rund 100 Teilnehmern sehr gut besucht. Es kommen sogar einige Fechter aus Tauberbischofsheim und aus München – international einige aus Ungarn, wobei hier auch die Quarantäne-Regeln gelten. Und: Duplizität der Ereignisse: an diesem Wochenende beginnen auch die Olympischen Spiele in Tokio – gleich zu Beginn mit drei Tagen Fecht-Einzelwettkämpfen und anschließend mit sechs Tagen Teamwettbewerben. (thk)

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