Region: Augsburger Land

Handläufe für Wohngebäude

Handläufe – eine hochwertige Alltagshilfe, nicht nur für Senioren

Schwere Einkaufstaschen, Waschkörbe tragen, Kleinkinder schleppen, Mobilitätseinschränkungen und dann noch steile Treppen bewältigen müssen - solche Dinge können den Alltag für Jung und Alt massiv beschweren. Oftmals wird daraus aber gerade für Senioren oder Menschen mit Körperbehinderungen ein wirkliches Problem. 18,1 Millionen Menschen ab 65 und älter leben in Deutschland. Statistisch gesehen gelten aber bereits Personen ab 50 Jahren als Senioren und sind damit in einem Alter, indem der Verschleiß von Knochen und Gelenken bereits einsetzt und das Gehen und Treppensteigen mühsamer und unsicherer werden lässt. Jeder will zwar alt werden, aber nicht alt sein und sein Leben so lange wie möglich eigenständig bestreiten können. Somit ist es der erklärte Wunsch von Senioren weitgehend mobil und unabhängig zu sein und vor allem ohne Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen, in ihren Wohnungen leben zu können. Letztlich haben aber alle Mieterinnen und Mieter sowie Miteigentümerinnen und -eigentümer von Wohnanlagen und Wohngebäuden in jeglichem Alter einen Rechtsanspruch darauf, den Zugang zu ihrer Wohnung sicher erreichen zu können und kleinere und größere Aufgaben im Haushalt und in der Freizeit problemlos bewältigen zu können. Sicherheit und Unterstützung beim Treppengehen ist für alle Menschen unerlässlich. In Art. 32 Bay. Bauordnung ist deshalb verankert: „Aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht müssen beidseitige Handläufe in allen Wohngebäuden mit mehr als zwei Wohnungen, die nicht stufenlos erreichbar sind, angebracht sein“. Was aber im Eigenheim schnell und unbürokratisch umgesetzt werden kann, kann für Mieter oder Besitzer von Eigentumswohnungen, deren Treppenhaus sich im Gemeinschaftseigentum befindet, zur Geduldsprobe werden. Von Anträgen bei Eigentümerversammlungen bis hin zur Problemlösung ist oft ein langer, ein zu langer Weg. Dabei könnte durch schnelles und unbürokratisches Handeln die Zahl schwerer Treppenunfälle erheblich verringert werden. Laut dem Geschäftsführer des DIT, Werner Thomaier, sterben jährlich bundesweit über 1000 Menschen an einem Treppensturz mit wohl weitaus höherer Dunkelziffer. Ein professionell angebrachter Handlauf kann somit nicht nur hilfreich, sondern sogar lebensrettend sein.

Handläufe, sei es im Privathaus wie in öffentlichen Gebäuden, ermöglichen es zunächst vor allem älteren oder mobilitätseingeschränkten Menschen ohne fremde Hilfe in den eigenen vier Wänden weiter wohnen zu können, sich aber auch in der Öffentlichkeit eigenständiger und komfortabler fortbewegen und selbst Treppenstufen problemlos, selbständig und sicher bewältigen zu können. Doch die wichtigen, beidseitigen Handläufe für ein sicheres Begehen von Treppen fehlen vor allem noch in vielen Wohnanlagen. Ein fataler Fehler, denn ein Treppensturz hat oft weitreichende  gesundheitliche und auch finanzielle Folgen. Es ist bekannt, dass Treppen einen großen Schwerpunkt in der Unfallstatistik darstellen. Somit gilt es diesen mit den gebotenen Mitteln zu entschärfen und die Vorschriften genauestens einzuhalten, denn es ist nachgewiesen, dass 85 Prozent aller Treppen gravierende Mängel aufweisen. Allein mit ordnungsgemäß montierten Handläufen könnte die Unfallstatistik weitaus verbessert werden. Stufenvorderkantenmarkierungen, rutschfeste Treppenbeläge und eine ausreichende Beleuchtung tun dann noch ein Übriges. Handläufe sind in öffentlich zugänglichen Gebäuden ab drei Stufen und ab einer Stufenbreite von 1,50 Metern vorgeschrieben. Breite Treppen in öffentlichen Gebäuden dürfte des Weiteren die Pflicht zum Zwischenhandlauf betreffen. Dieser muss mittig angebracht werden, wenn die Stufen mehr als vier Meter breit sind. Die Treppe benötigt zur Gewährung vollständiger Sicherheit aber dennoch zusätzlich an beiden Seiten einen gleichhohen Handlauf. Um die Orientierung zu erleichtern sollte dieser in einem öffentlichen Gebäuden, vor allem für Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen, farblich kontrastreich gestaltet sein. Zu beachten ist, dass in öffentlichen Gebäuden keine eckigen Handläufe installiert werden dürfen, sondern einen runden oder ovalen, gut zu umgreifenden Haltegriff mit einem Durchmesser zwischen drei und viereinhalb Zentimeter aufweisen müssen. Der Abstand von Handlauf zur Wand muss fünf Zentimeter betragen. Ein Handlauf sollte in einer Höhe zwischen 80 und 115 Zentimeter senkrecht über der Stufenoberkante angebracht sein. Das Material soll wenig wärmeleitend sein und selbst bei Feuchtigkeit Griffsicherheit bieten. Am besten entscheidet man sich für handwarme, taktil ausgestattete Handläufe, die über die letzten Stufen hinaus geführt werden. Per Gesetz muss ein Handlauf fest montiert sein, damit ein Nachgeben bei eventuellem Fallen ausgeschlossen ist. Wenn diese vorgeschriebenen Auflagen und Gesetze in Wohnanlagen und Wohngebäuden stets ordnungsgemäß umgesetzt würden, könnten oftmals folgenreiche Unfälle vermieden werden. Durch einen fehlenden oder auf der falschen Seite angebrachten Handlauf können Treppen aber zu einer Gefahr, ja sogar zu einer unüberwindbaren Barriere werden. Die DIN-Norm 18040 schreibt deshalb ab drei bis fünf Stufen auch im privaten Bereich in Treppenhaus und Flur einen Handlauf vor. In öffentlichen Einrichtungen wie Pflegeheimen, Kindergärten, Schulen oder Rathäusern und in Grünanlagen sind Handläufe bereits ab zwei Stufen gesetzlich vorgeschrieben. Dies bedeutet, dass die  vorgeschrieben Handläufe beidseitig durchgängig ohne Unterbrechung über die gesamte Treppenlänge zu führen und mindestens 30 Zentimeter waagerecht über Anfang und Ende der Treppe hinauszuziehen sind. Nur auf diese Weise nützt der Handlauf Besuchern öffentlicher Gebäude oder Bewohnern von Etagenwohnungen, um eine gefahrlose Nutzung von Treppen zu gewährleisten. Mit einem fachgerecht nach Norm und Gesetz montierten Handlauf, ist dies problemlos und kostengünstige umzusetzen. Mit seinen Vorgaben für Handläufe hat der deutsche Gesetzgeber durchaus richtig gehandelt, allein es fehlt an deren konsequenter Umsetzung. Vorschriften und Vorgaben an Treppen werden häufig missachtet. Normen sind zwar keine Gesetze doch die DIN-Norm 18040 ist in die Bauordnungen der Bundesländer mitaufgenommen. Sie hat Rechtskraft und sollte im Wohnungsbau auch angewandt werden. Nach einem allgemein im Recht geltenden Grundsatz ist der Hauseigentümer verpflichtet, diese zur Vermeidung eines Schadens notwendigen und zumutbaren Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Entsteht durch einen fehlenden oder fehlerhaft montierten Handlauf ein Schaden, so haftet dieser, gestützt auf die Verletzung der Verkehrssicherungspflicht, denn Mieter haben einen Rechtsanspruch auf beidseitige Handläufe. Neben der Funktionalität können Handläufe zudem durch das Angebot zahlreicher verschiedener Designs, Treppenhäuser und Flure durchaus aufwerten. Egal für welchen Einsatzort die Handläufe benötigt werden, es gibt immer die passende Ausführung und Optik. Fachfirmen mit langjähriger Erfahrung bieten ein umfangreiches Sortiment an Handläufen und damit vielfache Gestaltungsmöglichkeiten an. Alle Konstruktionen sind möglich, ob modern, zeitlos oder in minimalistischem Stil. Dabei werden Handläufe immer mit größter Sorgfalt für das jeweilige Gebäude maßgefertigt und eingebaut. Somit schenken Handläufe letztlich nicht nur Sicherheit und Stabilität beim Treppensteigen, sondern werden in der Vielfalt ihres Angebots mit viel Stil zum wahren Schmuckstück eines Hauses.

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