Region: Augsburger Land

60,5 Millionen Euro für die Bildung: Justus-von-Liebig Gymnasium Neusäß wird generalsaniert

Freie Mitarbeiterin Jutta Kaiser aus Neusäß
Über 50 Jahre alt ist das Gebäude des Neusässer Justus-von-Liebig Gymnasiums alt. Zeit für eine Generalsanierung mit Bau einer neuen Dreifachturnhalle und Mensa.

Während das Schulgebäude des Neusässer Gymnasiums generalsaniert werden kann, muss für die Zweifachturnhalle und die Mensa ein Neubau errichtet werden

1966 erbaut, ist das Justus-von-Liebig Gymnasium inzwischen in die Jahre gekommen und somit steht für das Gebäude ab Herbst 2022 eine Generalsanierung an. Während das insgesamt fünfstöckige Schulgebäude mit zurückgesetztem Dach generalsaniert werden kann, lassen sich die Zweifachturnhalle sowie die Mensa nicht wirtschaftlich sanieren. Sie müssen neu gebaut werden, da unter anderem die Dachtragkonstruktion aufgrund von mangelnder Tragfähigkeit und Wasserschäden ersetzt werden muss.

Durch den Neubau mit Änderung der Ausrichtung (Nord-Süd-Ausrichtung) kann eine dritte Halleneinheit geschaffen werden, die am Schulzentrum für den Sportunterricht dringend benötigt wird. Die Mensa wird westlich der neuen Turnhalle zum Schulzentrum orientiert. Die Dreifachturnhalle ist halb eingegraben, Umkleiden und Duschen befinden sich im Erdgeschoss, während sich im Untergeschoss Geräteräume, ein Konditionsraum, Nebenräume und Technikflächen befinden. Sie ist mittels eines Aufzugs behindertengerecht erschlossen.

Im Zuge der Generalsanierung werden die langen Flure des Schulgebäudes durch offene oder durch Glaselemente abgegrenzte Flurausweitungen aufgelockert, die mehr Licht ins Gebäudeinnere leiten. Die neu geschaffenen offenen Lernlandschaften sollen die Umsetzung moderner pädagogischer Ansätze besser ermöglichen, denn die Flächen zusätzlich zur Klassenzimmerfläche können flexibel genutzt werden.

Die Sanierung startet im Herbst 2022, dann ist der derzeit an die KJF-Einrichtungen vermietete Altbestand der Beruflichen Schulen wieder frei, da diese an ihren angestammten Platz zurückkehren. Somit können diese Klassenzimmer der ehemaligen Beruflichen Schulen in direkter Nachbarschaft des Justus-von-Liebig Gymnasiums als Ausweichquartier während der Generalsanierung dienen.

Die Bauzeit soll etwa zweieinhalb Jahre dauern. Mit der Inbetriebnahme des sanierten Gebäudes und der neugebauten Turnhalle mit Mensa wird voraussichtlich 2025 gerechnet. Die Kostenberechnung einschließlich Nebenkosten und einem berücksichtigten Preissteigerungsindex mit fünf Prozent pro Jahr bis zum Baubeginn 2022 beträgt circa 6o,5 Millionen Euro.

Der Landkreis stimmt das Projekt immer wieder eng mit der Stadt Neusäß ab. Insbesondere hat sich die Stadt dafür eingesetzt, dass im Bereich der Zweifachturnhalle ein Neubau einer Dreifachturnhalle angestrebt wurde, der eine neue und verbesserte Angebotssituation für den Schul- und Breitensport vorsieht. „Wir haben dann drei Dreifachturnhallen, das ist für eine Kommune mit 22 000 Einwohnern einmalig“, sagt Bürgermeister Richard Greiner. Aus städtischer Sicht stelle diese Weiterentwicklung des Schulzentrums, eine Chance dar, in diesem Bereich auch positive Verbesserungen in der Stadtentwicklung voran zu treiben. Dies betreffe insbesondere den Verkehr hinsichtlich der Ein- und Ausfahrten des Schulbusverkehrs in die Entlastungsstraße und die Querungssituation an der Entlastungsstraße für die Schülerströme in der Mittagspause zum Gewerbegebiet. Angedacht ist eine Südanbindung des Gewerbegebiets an die Entlastungsstraße. Ein entsprechendes Verkehrsgutachten wird erstellt.

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