Region: Augsburger Land

Brücke zwischen Steppach und Deuringen wird 2022 erneuert

Freie Mitarbeiterin Jutta Kaiser aus Neusäß
Die Brücke, die Steppach mit Deuringen verbindet, muss saniert werden. Gleichzeitig könnte die Brücke aufgeweitet und ein Geh- und Radweg gebaut werden.

Die Sanierungsarbeiten erfordern eine großräumige Umfahrung.

Die Brücke über die B300 an der Deuringer Straße, welche den Neusässer Ortsteil Steppach und den Stadtberger Ortsteil Deuringen verbindet, stellt eine wichtige Verkehrsverbindung für beide Ortschaften dar. Jetzt zeigt das Bauwerk aus der Mitte der 1980er Jahre mit Rissen und Fugen undichte Stellen in den Betonteilen. Um zu vermeiden, dass der Stahl angegriffen wird und Korrosionsschäden entstehen, soll in Verantwortung des Staatlichen Bauamts im nächsten Jahr die Brücke erneuert werden.

"Wer mit wachem Auge die Brücke überquert, sieht vorhandene Schäden problemlos. Autofahrer bemerken sogar ein spürbares Rumpeln auf Steppacher Seite, wo bereits mit schwarzem Asphalt geflickt wurde. Dies war auch der Auslöser, die Sanierung ins Auge zu fassen“, erklärte Robert Moser vom Staatlichen Bauamt Augsburg. Noch gibt es dafür keinen klaren Zeitplan, es ist aber davon auszugehen, dass die Bauarbeiten von Frühjahr bis Herbst 2022 ablaufen werden. In dieser Zeit wird eine großräumige Umfahrung notwendig werden.

Auch Spaziergänger und Radfahrer nutzen die Brücke

Die Brücke ist aber nicht allein Teil einer vielbefahrenen Autostrecke, sondern wird tagtäglich von Spaziergängern, Radfahrern, Joggern und Nordic Walkern aus Steppach genutzt, um den Deuringer Wald als Naherholungsgebiet zu nutzen. So kam nun auch die Stadt Neusäß ins Spiel. Eine fachliche, technische Betrachtung der Brücke hatte ergeben, dass der heutige, sehr schmale Gehweg zu einem Geh- und Fahrradweg aufgeweitet werden könnte. Momentan ist dieser so eng, dass man die Brücke nur hintereinander und nicht nebeneinander überqueren kann. Fahrradfahrer müssen auf der Straße fahren. Die Stadt Neusäß wurde hinsichtlich ihres Interesses an einer finanziellen Beteiligung bei Ausbau der Brückenkappen angefragt, um die Brücke regelkonform verbreitern zu können, so dass ein ordentlicher Geh- und sogar ein Radweg entstehen könnte. „Bei der Stadt Neusäß besteht hier durchaus Interesse“, erklärte Bürgermeister Richard Greiner. Die Brücke wird nicht nur an schönen Tagen intensiv genutzt. Eine höhere Sicherheit, die Stärkung einer wichtigen Verbindung sowie die deutliche Verbesserung von Geh- und Radwegen sind somit durchaus gewünscht. Weiter ist zu bedenken, dass in Richtung Deuringen und zum nahegelegenen TSV Steppach bereits Radwege vorhanden sind und die Aufweitung der Brücke mit Geh- und Radweg eine gute Gelegenheit wäre für einen Lückenschluss des Radwegenetzes der Stadt. Dem schloss sich auch der Planungsausschuss an.

Wie Robert Moser mitteilte, fand inzwischen ein Ortstermin mit der Stadt Neusäß statt. Weitere Gespräche sind mit der Stadt Stadtbergen und auch mit dem AVV in nächster Zeit geplant. „Wir gehen davon aus, dass das Bauwerk die geplanten Änderungen trägt. Dennoch müssen noch statische Berechnungen erfolgen, ohne die eine Verbreiterung nicht möglich ist“, so Moser. Für die Stadt Neusäß steht zudem noch die Frage der Kosten im Raum, die zum jetzigen Zeitpunkt nur grob geschätzt werden können. Bürgermeister Greiner geht aber davon aus, dass ein hoher fünfstelliger Betrag auf die Stadt zukommen wird, da zusätzlich der Geh- und Radweg mittels eines Geländers gegenüber dem Straßenbereich abgesichert werden müsse. Wie Moser erklärte, soll zwar der Gehweg verbreitert und möglichst ein Fahrradweg angelegt werden. Dieses Vorgehen zieht unweigerlich eine Fahrbahnverschmälerung nach sich. Auf keinen Fall soll die Brücke aber einstreifig werden. „Wir wollen allen Verkehrsteilnehmern so Platz lassen, dass alle sich gut begegnen können“, verspricht er.

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