Region: Augsburger Land

Neusäß blüht auf

Hier wurde ein spezieller Schmetterlingssaum angelegt.

Weiterentwicklung der Blühflächen im Stadtgebiet: Corona bietet Chance für neue Ansätze in der Grünpflege.

An der 10 000 Quadratmeter großen Versuchsfläche an der Nord-Süd-Spange zeigen sich erste Früchte der letztjährigen Arbeiten: Blühende Mohn- und Kornblumenstreifen zieren die Wiesen, die vergangenen Herbst angesät wurden. Die Versuchsfläche ist zentraler Bestandteil des städtischen Blühflächenkonzepts, das zusammen mit einem Biologen erarbeitet wurde. Die Erkenntnisse über die Entwicklung einer „Fettwiese“ hin zu einer artenreichen Magerwiese sowie deren Pflegeaufwand können vom städtischen Bauhof auch auf andere Flächen übertragen werden, wie die Stadt Neusäß in einer Pressemitteilung informiert.

Bauhof testet in der Coronazeit neue Ansätze der Grünpflege

Coronabedingt wurden die Arbeitsabläufe im Bauhof den aktuellen Gegebenheiten und geltenden Hygienevorschriften angepasst, so dass die Mitarbeiter große Flexibilität und Kreativität an den Tag legen mussten. Durch Schichtbetrieb in verschiedenen Gruppen und den geltenden Hygienevorschriften konnten zum Beispiel Arbeiten im „Arbeitstrupp“ nicht mehr stattfinden und die Übergabe und Kommunikation zwischen den Schichten bedurfte einiges an Mehraufwand. Dadurch bedingt konnten auch nicht alle anfallenden Arbeiten wie gewohnt abgearbeitet werden. "Trotz der ungewohnten Arbeitsbedingungen haben die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bauhofes die wichtigen Arbeiten in den Außenbereichen sehr gut gemeistert, besonderes Augenmerk wurde auf die Gewährleistung der Verkehrssicherheit gelegt, etwa durch Freischneiden von Lichtraumprofilen und Mäharbeiten in Straßenkreuzungsbereichen", so die Stadt.

Weiter hatten sämtliche Arbeiten an den städtischen Friedhöfen Vorrang sowie Bewässerungsarbeiten. Für alle anderen Mäharbeiten wurde ein „Notplan“ erstellt, der nach Dringlichkeit abgearbeitet wurde. So entstand auch die Idee, definierte Grünflächen probeweise nicht zu mähen, wie die Wiese im Schmutterpark. Damit die Zugänglichkeit gewährleistet war, wurden lediglich um Bänke und Mülltonnen herum und kleine Wege zum Schach- und Bouleplatz gemäht, während sich auf den Freiflächen schöne Blumenwiesen entwickeln konnten. Auch diese Erkenntnisse sollen in zukünftige Konzepte zum Grünflächenmanagement einfließen.

Frühe Mäharbeiten ermöglichen eine zweite Blüte im Herbst

Derzeit werden im Stadtgebiet einige Blühflächen abgemäht, woraufhin Bürger im Rathaus angefragt hatten, warum denn blühende Wiesen jetzt schon abgemäht werden. „Unsere Blühflächen werden relativ früh im Jahr abgemäht, um eine zweite Blüte im Spätherbst zu generieren“, erklärt Bürgermeister Richard Greiner. „Dadurch werden Insekten im Spätherbst bei der Nahrungssuche unterstützt, wenn ein Großteil der Nahrungsgrundlage nicht mehr gegeben ist“. (pm)

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