Region: Augsburger Land

Mit Neusässer Kräuterführerin auf Wanderung

Freie Mitarbeiterin Jutta Kaiser aus Neusäß
Kräuterfrau Ernestine Verdura - durch die Ausbildung zur Wildkräuterführerin wurde ihre Faszination und Liebe zur Natur und den Pflanzen ausgebaut.

Mit der Allgäuer Kräuterführerin im Landkreis auf Kräuterwanderung. Die Naturkräfte verschiedener Wildkräuter machen den Körper frühlingsfit und helfen Keime, Bakterien und Viren in Schach zu halten.

Nach einem Jahr Ausbildung und einer umfangreichen Prüfung erhielt sie den Titel: „Allgäuer Wildkräuterfrau“. Seit etwa fünf Jahren bietet sie im Landkreis Augsburg Kräuterwanderungen zu den verschiedenen Jahreszeiten an und hält Vorträge zu Wildpflanzen. Dabei möchte sie keineswegs nur spezielle, seltene Pflanzen vorstellen, denn oftmals sind es gerade die gebräuchlichen und bekannten Kräuter wie Löwenzahn, Brennnessel oder Nelkenwurz, die den Menschen seit jeher helfen. Gerne steht sie mit Rat und Tat zur Seite, wenn es darum geht, wie die Kräuter schmecken, wie sie zuzubereiten sind und für welche gesundheitlichen Zwecke sie seit Jahrhunderten in der Volks- oder Klosterheilkunde eingesetzt werden. Explizite gesundheitliche Tipps oder gar Empfehlungen darf sie aber als Kräuterfrau nicht geben. Aber nicht alle Kräuter sind gesund und bekömmlich. Wichtig ist es ihr deshalb hinzuweisen, dass so manches Kraut nur mit Vorsicht, ungenießbar oder auch giftig ist. Auch warnt sie, dass bei oberflächlicher Betrachtung Kräuter verwechselt werden können, wie etwa die Nelkenwurz und die wilde Erdbeere.

Wichtig ist ihr „sauber“ zu sammeln, also nicht entlang von Straßen und vielbegangenen Spazierwege oder auf gedüngten Flächen. Sorgfältig geachtet werden muss auch auf Schädlingsbefall, so wird Mädesüß oft von einem Pilz befallen. „Hier muss man schon genau schauen und nur Gutes mitnehmen“, ist der Rat der Fachfrau. Über das Sammeln der Wildkräuter hinaus bieten aber allein schon die gemeinsamen, entspannenden Kräuterwanderungen in der Natur einen gesundheitlichen Mehrwert, weiß die Kräuterfrau und spricht dabei von Begegnungen mit Fuchs, Hase oder gar einer Schlange.

Ernestine Verdura musste ihre Frühjahrskräuterwanderungen wegen der Corona-Pandemie verlegen oder absagen. Für die derzeitige Zwangspause rät sie, möglichst viel in die Natur zu gehen. Um in dieser Zeit gesund und fit zu bleiben, rät sie zu senfölhaltigen Frühlingswildkräutern wie Knoblauchranke, behaartes Schaumkraut, Brunnenkresse und Bärlauch. Aber auch nur ein langer Waldspaziergang schenkt bereits körperliches und seelisches Wohlbefinden in diesen unruhigen Zeiten und stärkt die Atemwege.

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