Region: Augsburger Land

Syrischer Schneider näht in Neusäß Masken für Flüchtlinge

In der Flüchtlingsunterkunft in Neusäß werden von einem syrischen Schneider Masken zur Eindämmung der Infektionsgefahr mit Coronaviren genäht.

Informationen über Maskenpflicht zu erhalten und zu verstehen sowie die Beschaffung von Masken ist auch für Flüchtlinge nicht so ganz einfach, da es kaum Masken zu kaufen gibt und die ehrenamtlichen Helfer zur Zeit nicht in die Unterkünfte gehen dürfen, um mit den Geflüchteten dieses „Maskenproblem“ besprechen zu können. Vor dieser Frage stand die Flüchtlingshilfe Neusäß, wie sicherlich auch andere Flüchtlingsunterstützerkreise.

„Wir hatten Glück. Wir konnten innerhalb kurzer Zeit Nähmaschine, Stoff und die begehrten Gummibänder beschaffen und ein Flüchtling, der in seiner Heimat schon als Schneider gearbeitet hatte, nähte mit großem Eifer die Masken für Männer, Frauen und Kinder", erklärt Silvia Daßler von der Flüchtlingshilfe, "doch damit ist es ja nicht getan. Es gibt ja auch viel Informationsbedarf", sagt sie. "Wann müssen die Masken getragen werden, wie trägt man sie richtig, wie reinigt man sie. Wenn das nicht richtig verstanden wird, dann richten die Masken vielleicht mehr Schaden an, als dass sie nutzen. Hier müssen wir improvisieren, da das Betretungsverbot der Unterkünfte für Ehrenamtliche und Asylsozialberater, diese Aufklärungsarbeit nicht gerade einfach macht und Infoblätter allein sicherlich nicht ausreichen. Wir sind auf einem guten Weg, auch das hinzubekommen und freuen uns, wenn alle Flüchtlinge in Neusäß bis kommenden Montag mit Masken ausgestattet sind, sodass für die Bevölkerung und die Geflüchteten die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus etwas reduziert werden kann. Und besonders froh sind wir, dass nach unserer Kenntnis auch noch niemand erkrankt ist.“ (pm)

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