Region: Donauwörth|Nördlingen

„Nördlingen verbindet“

Wohlfühlfrühstück mit Mechthild Laforet.

Weltweit sind etwa 55 Millionen Menschen von Demenz-Erkrankung betroffen. Zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Aber auch in Europa und insbesondere in Deutschland gewinnt die Krankheit immer größere Bedeutung. Im Jahr 2014 hat die Stadt Nördlingen auf Initiative der Diakonisches Werk Donau-Ries gGmbH eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, um die Krankheit mehr in den öffentlichen Blickpunkt zu rücken. Sie findet in diesem Jahr im Zeitraum 22. September bis 21. Oktober statt.

Vorträge, gesellige Nachmittage aber auch Informationsveranstaltungen sollen für Betroffene und für Angehörige von Betroffenen Gelegenheit bieten, sich aus erster Hand zu informieren, manchmal aber auch einige Stunden unbeschwert zu genießen. In diesem Jahr beginnt die Veranstaltungsreihe „Nördlingen verbindet“ am Donnerstag, 22. September, um 15 Uhr mit dem Gottesdienst für Senioren in der Spitalkirche. Das Evangelisch-Lutherische Dekanat Nördlingen, die Diakonie Donau-Ries gGmbH und der Gerontopsychiatrische Dienst mit Helga Eger-Geiger und Caroline Erhardt laden zum Gottesdienst in einfacher Sprache und mit kurzer, symbolhafter Ansprache von Diakon Michael Jahnz herzlich ein. Bekannte Lieder und Gebete sorgen für eine vertraute Atmosphäre.

Am Dienstag, 27. September, steht dann Krimikommissar Peter Kremer, besser bekannt aus der Kriminalserie „Siska“ (ZDF) auf der Bühne im Stadtsaal „Klösterle“. „Gemeinsam ist Alzheimer schöner“ ein Stück von Peter Turrini, über eine große Liebe, die in die Jahre gekommen ist. Ein Stück über das Vergessen, ein Stück voller Elan und Vitalität, dass die Krankheit „Alzheimer“ thematisiert.

In der darauffolgenden Woche steht dann die beliebte Veranstaltung „Stadtspaziergang mit Alt-Oberbürgermeister Hermann Faul“ am Dienstag, 4. Oktober, um 14 Uhr auf dem Programm.

Am Mittwoch, 5. Oktober, um 15 Uhr bietet sich eine seltene Gelegenheit, einmal den „besten Freund des Menschen“ aus nächster Nähe erleben zu dürfen und es vor allem erleben zu können, wie wohltuend ein Tier gerade für Menschen mit der Krankheit „Alzheimer“ ist. Eine Pädagogin der Liselotte-Nold-Schule stellt ihre Hündin Mira, einen ausgebildeten Therapiehund, vor. So wird von durchwegs positiven Erfahrungen, die Tiere auf Betroffene und deren Angehörige machen, berichtet.

Und schon am darauffolgenden Samstag besteht beim Fahrsicherheitstraining für Senioren die Gelegenheit, sich unter Anleitung von geübten Helferinnen und Helfern der Gebietsverkehrswacht Bayern, Ortsverband Nördlingen unter Leitung von Heiner Berger wieder einem schwierigem Fahrsicherheitsparcours zu stellen und die nicht ganz einfachen Übungen zu meistern. Das Fahrsicherheitstraining findet jeweils auf der Kaiserwiese am 8. Oktober und am darauffolgenden Samstag, 22. Oktober, von 11 bis 14.30 Uhr statt. Es ist mit dem eigenen Pkw zu absolvieren.

Ein „Renner“ sind stets die Vorträge von Archivar Dr. Wilfried Sponsel. Der sich dann bereits im Ruhestand befindliche Archivar berichtet mit vielen Bildern wie sich unsere Stadt im Laufe der letzten Jahrzehnte und Jahrhunderte verändert hat. Der diesjährige Vortrag „Hausgeschichten“ findet am Dienstag, 11. Oktober, in der Alten Schranne statt.

Nach den äußerst positiven Rückmeldungen freuen sich sicher viele Interessierte wieder auf das „Wohlfühlfrühstück“ im Atrium des Altenheim St. Vinzenz. Am Freitag, 21. Oktober, um 9 Uhr zeigt Mechthild Laforet, Klangmassage-Praktikerin und Lehrerin der Liselotte-Nold-Schule, was für wohltuende Empfindungen die Klangschalen auslösen. Das gemeinsame Frühstück von Betroffenen aber auch von pflegenden Angehörigen soll ein stückweit Normalität und eine kleine „Auszeit“ bieten, um anregende Gespräche bei einem leckeren, vitaminreichen und abwechslungsreichen Frühstück zu genießen.

Der Vortrag „Es geht um den Kopf – Vorstellung der Gedächtnissprechstunde“ mit Dr. med. Jan Häckert, geschäftsführender Oberarzt des Gedächtnis- und Therapiezentrums am Bezirkskrankenhaus Augsburg, am Donnerstag, 29. September, um 19 Uhr in der Aula der Liselotte-Nold-Schule rundet das Programm weiter ab.

In einem Ganztages-Seminar zeigt Anita Straub, autorisierte Trainerin für Integrative Validation nach Richard® in Praxisbeispielen auf, wie eine wertschätzende Kommunikation und ein bedürfnisorientierter Umgang im Alltag bei Menschen mit Demenz gelingen kann. Dieses Tagesseminar findet am Samstag, 15. Oktober, von 10 bis 16.30 Uhr im Gewölbe des Rathauses statt. Hierzu ist eine vorherige telefonische Anmeldung ebenso erforderlich wie beim Wohlfühlfrühstück am Freitag, 21. Oktober.

Oberbürgermeister David Wittner dankt besonders den langjährigen Mitorganisatoren und Ideengebern vom Diakonischen Werk Donau-Ries gGmbH, insbesondere Helga Eger, aber der Liselotte-Nold-Schule, dem Altenheim St. Vinzenz, der Lebenshilfe Donau-Ries, der Verkehrsgebietswacht und weiteren Institutionen für ihre großartige Unterstützung. „Nur durch dieses große Engagement ist es möglich, eine derartig abwechslungsreiche, informative und beliebte Veranstaltungsreihe nun schon im neunten Jahr in Folge anbieten zu können“, freut sich Oberbürgermeister David Wittner bereits jetzt auf die vielfältigen Veranstaltungen ab September in Nördlingen. Ein ausführlicher Flyer ist bei den teilnehmenden Institutionen, bei der Tourist-Information der Stadt Nördlingen und an vielen weiteren öffentlichen Stellen erhältlich. Auch im Internet unter www.noerdlingen.de ist das Programm abrufbar. (staz/red)

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