Region: Donauwörth|Nördlingen

Schwere Unwetter in der Region Donau-Ries

Den Döderlein-Parkplatz in Nördlingen erwischte es am Montagabend.

Mehrere Starkregenereignisse führten zu plötzlichen Überschwemmungen in mehreren Ortschaften im Donau-Ries.

Während der Unwetter und Regenfälle der vergangenen Tage sind viele Gemeinden und Orte im Landkreis Donau-Ries von Überschwemmungen getroffen worden. In Nördlingen, dem südlichen Landkreis rund um Rain am Lech und Huisheim war die Lage besonders dramatisch. Innerhalb kürzester Zeit fielen dort bis zu 70 Liter Wasser. Dies führte vielerorts nicht nur zur Verschmutzung und Überschwemmung von Gebäuden, sondern auch zur Zerstörung von Straßenabschnitten. Die Feuerwehren und freiwilligen Helfer der betroffenen Dörfer und Gemeinden waren im Großeinsatz und rund um die Uhr beschäftigt.

Bereits am Samstag wurde Huisheim das Opfer starker Überschwemmungen. Die hohen Temperaturen der vergangenen Tage hatten die Felder rund um die Gemeinde komplett ausgetrocknet. Die Folge waren Wassermassen, die über die Böden der Felder bergab flossen und sich im Bereich der Bühler Straße sammelten. Die Bühler Straße und die umliegenden innerörtlichen Straßen wurden – begleitet von größeren Mengen Schlamm – überflutet. Nach erster Sichtung der Wetterkarten fielen in den ersten 30 Minuten rund 50 Liter Regenwasser. "Wir hatten in Huisheim die Situation, dass aus Richtung Harburg so viel Wasser kam, dass die Gräben und die Kanalisation die Mengen nicht mehr fassen konnten", erklärt Bürgermeister Harald Müller und führt weiter aus: „Teilweise waren die Straßen rund zehn Zentimeter voll mit Schlamm. Das ganze Dorf hat zusammen geholfen, Straßen gereinigt und die Nachbarn unterstützt. Ein herzliches Vergelt´s Gott dafür“

Einsatzkräfte retten 50 Schweine vor dem Ertrinken

Besonders schwer traf das Unwetter die kleinen Ortschaften im südlichen Landkreis. In Marxheim, Schweinspoint, Lechsend, Daiting und Graisbach wurden mindestens 50 Keller überflutet. Außerdem konnte die Feuerwehr 50 Schweine vor dem Ertrinken retten, die sich in einem Stall in der Ortsmitte von Schweinspoint befanden. Um sich vor weiteren Überschwemmungen zu schützen, waren mehr als 200 Feuerwehrleute im Einsatz, die u.a. mit Sandsäcken versuchten, neues Wasser fernzuhalten.

Wasser dringt in Tiefgarage des Nördlinger „Klösterle“ ein

Am Montag begann es dann gegen 19 Uhr auch in Nördlingen für rund eine Stunde zu regnen. In dieser Zeit kam es in der Region zu einem Niederschlag von 50 bis 70 Litern pro Quadratmeter. Die Folge waren mehrere Überschwemmungen. Besonders dramatisch gestaltete sich die Lage in der Vorderen Gerbergasse. Hier stand das Wasser kurzzeitig fast dreißig Zentimeter hoch. Dadurch drang das Wasser auch in die Tiefgarage des NH Hotels Klösterle ein und mehrere Gebäude entlang der Straße wurden überflutet. Nach kurzer Zeit war das Wasser abgeflossen und die Anlieger machten sich daran, die Spuren des Wassers zu beseitigen.

Um Nördlingen kam es zu weiteren Überschwemmungen. So wurde unter anderem der Reitstall Petra überflutet. "Einige Stallungen und die Kleine Halle sind vollgelaufen", so Karl-Heinz Grundler vom Reitstall. Für den Übergang wurden nun in der großen Reithalle Notboxen für die Pferde eingerichtet.

Insgesamt waren mehr als einhundert Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz, darunter die der Kernstadt, der Ortsteile Baldingen und Pfäfflingen, sowie der THW Ortsverband. (drm)

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