Region: Allgäu

Auto rammt Rettungswagen: Sieben Verletzte nach Unfall in Pfronten

Die drei Schwerverletzten wurden mit drei Rettungshubschraubern in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Ein Autofahrer hat am Dienstag bei Pfronten einem Rettungswagen die Vorfahrt genommen. Er stieß mit diesem zusammen. Bei der Kollision wurden insgesamt sieben Personen verletzt, drei davon schwer. Es waren mehrere Feuerwehren, sechs Rettungsteams und drei Rettungshubschrauber im Einsatz. Die Beamten ermitteln nun wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Auf der Kreisstraße zwischen Zell und Pfronten kam es am Dienstagnachmittag, gegen 15.45 Uhr, zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten. Nach ersten Erkenntnissen, so die Polizei, war ein 70-jähriger Fahrer mit seiner Ehefrau sowie seiner erwachsenen Tochter auf der Alten Zeller Straße unterwegs. Als er seine Fahrt an der Einmündung zur Kreisstraße in Richtung Zell fortsetzen wollte, soll er einem von links kommenden, vorfahrtsberechtigten Rettungswagen die Vorfahrt genommen haben. Es kam zum Zusammenstoß, beide Fahrzeuge wurden durch den Aufprall an die Leitplanke geschleudert. Der Autofahrer wurde in seinem Wagen eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Drei Schwerverletzte mit Rettungshubschraubern ins Krankenhaus geflogen

Der Rettungswagen war neben einem Patienten, mit zwei Sanitätern sowie einer Auszubildenden besetzt. Somit wurden bei dem Unfall insgesamt sieben Personen verletzt. Die 30-jährige Fahrerin des Rettungswagens, ein 42-jähriger Rettungssanitäter und der Unfallverursacher seien nach dem Zusammenstoß schwer verletzt mit Rettungshubschraubern in umliegende Krankenhäuser geflogen worden, berichten die Beamten.

Kreisstraße OAL 2 für mehrere Stunden gesperrt

Beide Fahrzeuge erlitten einen wirtschaftlichen Totalschaden, die Gesamthöhe wird laut Polizei auf rund 100.000 Euro geschätzt. Neben der Werksfeuerwehr der Firma DMG waren die Feuerwehren aus Eisenberg, Zell, Pfronten-Berg und Pfronten-Weißbach im Einsatz. Wegen der hohen Anzahl an Verletzten wurden außerdem sechs Rettungswagen, drei Hubschrauber sowie mehrere Notarztwagen alarmiert. Die Kreisstraße OAL 2 wurde für über drei Stunden für den Verkehr gesperrt. Die Polizei habe nun die Ermittlungen wegen fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen. (pm)

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